Weihnachtsgruß unseres Präsidenten Martin Lüdeke

SAMSUNG CSCVerehrte Mitglieder, liebe Berufskollegen!

Die Weihnachtszeit hat ihren ganz besonderen Reiz, alles ist etwas ruhiger, die Familie rückt zusammen und nicht nur die Kinder freuen sich auf ein paar besinnliche Tage. Im modernen Sprachgebrauch wird diese schöne Zeit wohl als Entschleunigung beschrieben, die möglichst nachhaltig gefeiert werden sollte. Ich muss gestehen, dass ich derartige Begrifflichkeiten noch nicht komplett in meinen Sprachschatz übernommen habe. Den Juroren der Gesellschaft für deutsche Sprache möchte ich dennoch meine tiefste Anerkennung dafür aussprechen, dass sie den Begriff „postfaktisch“ als Wort des Jahres gewählt haben. Trifft es doch genau ein Phänomen, dem auch unser Berufsstand seit Jahren durch wüsteste Behauptungen bestimmter NGO’s sowie deren Medienvertretern ausgesetzt ist. Exemplarisch seien hier nur die unsachlichen Diskussionen über Nitrat oder die Debatte über Glyphosat genannt.

Dennoch werden wir nicht darum herumkommen, den Endverbrauchern unser Tun und Handeln in verständlichen Worten erklären zu müssen. Dazu bedarf es einer modernen Kommunikation und der verstärkten Nutzung digitaler Netzwerke. Aber auch vor der direkten Ansprache sollten wir uns nicht scheuen und den Menschen erklären, wie gut moderne Landwirtschaft funktioniert. Klare Worte müssen wir aber auch gegenüber den (glücklicherweise wenigen) schwarzen Schafen unter den Berufskollegen finden, die sich eben nicht an die gute landwirtschaftliche Praxis halten und Schindluder mit unseren Ressourcen betreiben.

Zum Glück weiß die große Mehrheit der Bevölkerung unsere Arbeit zu schätzen und so steht der Beruf des Landwirtes weit oben in Beliebtheitsskale der deutschen Verbraucher. Immer mehr Menschen pochen zu dem darauf, gesunde Nahrungsmittel aus Ihrer Region zu bekommen. Um diese weiter in der Qualität und auch in den notwendigen Menge zu produzieren, braucht die Landwirtschaft die entsprechenden Rahmenbedingungen und vor allem den Grund und Boden dafür. Dafür werden wir uns weiterhin vehement einsetzen.

Da wir unser Weihnachtsrundschreiben erstmalig über unseren E-Mail-Verteiler an Sie versenden, haben wir den Situationsbericht der Landwirtschaft 2016 etwas ausführlicher dargestellt. Die Daten sind äußerst interessant und erst in der letzten Woche aktuell vom DBV zur Verfügung gestellt worden.

Liebe Landfrauen, liebe Berufskollegen, liebe Mitglieder. Ich hoffe auch zukünftig auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2017.

Ihr

Martin Lüdekechristmas-tree-today-tease-1-151201_dd6ec0167e769c87de32fd740c83f70a.today-inline-large

Hamburg, den 23.12.2016

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Das kleine „1×1“ kommt wieder groß raus

IMA-Pressemitteilung vom 21.12.16

Neue Zahlen, Daten, Fakten zur Landwirtschaft im Taschenformat
(Berlin, 21. Dezember 2016) Noch vor dem Jahreswechsel hat der i.m.a e.V. sein seit mehr als fünfzig Jahren erfolgreiches „1×1 der Landwirtschaft“ vorgelegt. Es ist eine der traditionellsten landwirtschaftlichen Publikationen, die jedes Jahr erneut mit aktuellen Zahlen, Daten und Fakten aufwartet und diese Informationen schneller als digitale Medien analog bereithält: Aufblättern, lesen, Bescheid wissen. Titelthema 2017 ist „Transparenz in der Tierhaltung“.
Das „1×1 der Landwirtschaft 2017“ regt dazu an, sich selbst davon zu überzeugen, dass moderne Tierhaltung nicht im Widerspruch zum Tierwohl steht. Vielerorts laden Landwirte ein, ihre Arbeit kennenzulernen. So öffnen sie z.B. Ställe für Besucher und bieten „EinSichten in die Tierhaltung“. Dem gleichnamigen vom i.m.a e.V. organisierten Transparenz‐Projekt schließen sich immer mehr Tierhalter an – vom Geflügelbetrieb bis zum Hof mit Schweine‐ oder Rinderhaltung.
Landwirte nutzen die Daten aus dem „1×1 der Landwirtschaft“ auch für den Verbraucher‐Dialog, können doch damit die eigenen Betriebskennzahlen schnell in eine Relation zu den Zahlen der Landwirtschaft in Deutschland und Europa gesetzt werden. Da lassen sich landwirtschaftlich genutzte Flächen und Erträge auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene vergleichen oder Bevölkerungszahlen mit Tierbeständen. Manch ein Ergebnis verblüfft und erheitert zugleich: So gibt
es z.B. in Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Polen mehr Legehennen als Einwohner.
Wer die Angaben in den Ausgaben vom „1×1 der Landwirtschaft“ der vergangenen Jahre mit den Zahlen in der neuen Publikation vergleicht, kann sogar Trends erkennen. Etwa einen Rückgang beim Rinderbestand in Deutschland um 89.000 Tiere. Diese Vergleiche sind nicht nur für Tierhalter interessant. Jeder, der sich über die Entwicklung der Landwirtschaft informieren möchte, kann das „1×1 der Landwirtschaft“ im i.m.a‐Webshop kostenlos herunterladen und die Daten vergleichen. Dabei könnte z.B. auch auffallen, dass es die meisten Bauernhöfe unverändert in Bayern gibt
(aktuell 92.200 Betriebe). Der Grund dafür ist die dort vorherrschende familienbetriebene und kleiner strukturierte Landwirtschaft. In Flächenländern wie Niedersachsen sieht es dagegen anders aus. Dort gibt es weniger Betriebe, die aber größere Flächen bewirtschaften. Auch das lässt sich aus den Angaben im „1×1 der Landwirtschaft“ herauslesen.

Damit ist das kleine Nachschlageheft im Leporello‐Format nicht nur eine von Landwirten sehr geschätzte Informationsquelle für den betrieblichen Alltag. Wer immer an Daten zur Landwirtschaft interessiert ist, kommt an dieser Faktensammlung nicht vorbei. Das „1×1 der Landwirtschaft“ steht jetzt kostenlos im Internet unter
www.ima‐shop.de zur Verfügung.