„4ter Hamburger Bauerntag war ein voller Erfolg!“

Zahlreiche Mitglieder und Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden folgten der Einladung des Bauernverbandes Hamburg und erlebten am  07. Juni einen kurzweiligen und unterhaltsamen Bauerntag. Dieser fand zum mittlerweile vierten Male bei herrlichstem Sommerwetter statt. Erstmalig direkt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, dem Milchhof Steffens in Hamburg-Neuengamme. Und dies aus gutem Grund: Matthias und Meike Steffens haben im letzten halben Jahr einen der modernsten Kuhställe Hamburgs gebaut. Bis auf wenige Restarbeiten konnte der Bau rechtzeitig zum Bauerntag fertiggestellt werden.

Auf der Führung durch die beeindruckende Neuanlage wurde auch Laien deutlich, dass sich die Kühe „sau“- besser gesagt „kuh“-wohl in ihrem neuen Stall fühlen. „Das Wohl meiner Tiere steht bei mir an erster Stelle“, erklärte Matthias Steffens während der Besichtigung. Die Kühen liegen  auf Stroh, in dem Offenstall können sie selbst entscheiden, ob sie auf die Weide wollen oder lieber im Stall stehen bzw. liegen. „Wir haben eine hohe Verant-wortung gegenüber unseren Tieren, sie sollen ein gutes Leben auf unserem Hof verbringen“, führt Steffens weiter aus. „Letztendlich danken Sie uns dies mit Ihrer Gesundheit und guten Milchleistung“.

Pünktlich um 14:00 eröffnete Präsident Martin Lüdeke den 4. Hamburger Bauerntag und begrüßte die etwa 250 Mitglieder und Gäste in dem prachtvoll angerichteten Festzelt. In seiner kurzweiligen Ansprache kam der Hamburger Bauernpräsident schnell auf die aktuellen politischen Ereignisse zu sprechen, verglich das desaströse Abschneiden der Altparteien SPD und CDU bei den Europawahlen mit dem Schicksal des DBV. Er mahnte an, dass wir notwendige Änderungen gestalten und selbst aktiv voranschreiten müssen. Themen wie der Klimawandel, Umweltschutz oder Tierwohl müssen auch seitens des BVHH offensiv und positiv kommuniziert werden. Mit einem Schmunzeln teilte Martin Lüdeke aktuelle Familien-interna mit: Die Friday for Future – Bewegung hat nun auch seine Familie erreicht, dann aus Protest gegen den vielen Plastikmüll weigert sich seine Tochter seid kurzem, Haarshampoo aus einer Plastikflasche zu verwenden. Zum Glück hatte Martin Lüdeke noch ein Stück Kernseife im Keller gefunden, so dass dieses Problem erst einmal gelöst werden konnte. Aus der kleinen Anekdote sollten wir verstehen, dass auch die Vertreter der Bauern nicht darum herumkommen werden, sich aktuellen Themen und den Wünschen der Gesellschaft stellen müssen. Dazu sind wir bereit, verlangen dafür aber auch, dass die Mehraufwendungen dafür entsprechend bezahlt und die Arbeit der Bauern wertgeschätzt werden.

Matthias Steffens berichtete in seiner Begtüßung noch einmal über den Bau des mordernen Kuhstalls und lud alle Gäste für den kommenden Sonntag zu einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände ein (Anmerkung: Tatsächlich kamen an dem Sonntag über 2.000 Besucher zu dem Hoffest – eine großartige Anerkennung für die Leistung der Familie Steffens).

Die anschließenden Grußworte der Ersten Vorsitzenden der Hamburger Landfrauen Susanne Becker und des Präsidenten der LWK Hamburg, Herr Andreas Kröger fielen sehr herzlich und wohlwollend aus.

Es folgte ein interessanter Vortrag von Herrn Philipp Maschmann , der für die verschiedenen Finanzierungsmodelle durch die Volksbank eG, VBS warb.

Um 15:30 musste Moderator und Geschäftsführer Dr. Carsten Bargmann den Bauerntag für einen Moment unterbrechen, da der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Herr Dr. Peter Tschentscher eingetroffen war. Der Bürgermeister zeigte sich bei der anschließenden Betriebsführung begeistert von dem neuen Stall und er bestand darauf, das Melken live mitzuerleben.

Live miterleben durften die Gäste dann eine beeindruckende Rede des Bürgermeisters, der sich erstaunlich kompetent auf dem Gebiet der Landwirtschaft zeigte. Mehrfach betonte er die hervorragende Arbeit des BVHH sowie seines Präsidenten Lüdeke, der sich immer wieder bestimmt und mit deutlichen Worten beim Senat und in der Verwaltung für die Belange der Hamburger Bauern einsetzt. Beeindruckt zeigte sich Tschentscher auch von der durch die BWVI geförderten Homepage „Ackern für Hamburg“. Dies sei genau der richtige Weg, der dringend weiterverfolgt und vertieft werden muss. Ausdrücklich bedankte er sich für das Positionspapiers des BVHH zur zukünftigen Ausrichtung der Hamburger Agrarförderung. Tschentscher sprach ein eindeutiges Bekenntnis zur Hamburger Agrarwirtschaft aus und sagte zu, dass das Agrarpolitische Konzept fortgeschrieben wird. Dabei werden viele Anregungen des BVHH mit aufgenommen werden.

Die Gäste bedankten sich mit langanhaltendem Applaus für die hervorragende und frei gesprochene Rede des Ersten Bürgermeisters. Dies war für viele ein überraschend positives Highlight des Tages.

Es folgte ein äußerst interessanter Vortrag von Hergen Rowehl, Geschäfts-führer des Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V. mit dem Thema „Tierwohl … heute selbstverständlich“. Dabei veranschaulichte Hergen Rowehl, dass mit Ausnahme weniger schwarzer Schafe das Thema Tierwohl bei den norddeutschen Tierhaltern oberste Priorität hat. Nach wissenschaftlichen Kriterien ließ sich dabei kein Unterschied im Wohlbefinden der Tiere zwischen ökologischer und konventioneller Tierhaltung feststellen.

Als sehr warmherzig empfanden die Gäste die abschließenden Grußworte sowie den ausgesprochenen Segen durch Pastorin Doris Spinger, die mit ihrer positiven und wohlwollenden Ausstrahlung zusätzlich zur guten Stimmung beitrug.

Bei einem köstlichen und abwechslungsreichen Buffet sowie dem anschließenden lockeren Beisammensein fanden noch viele interessante Gespräche bis spät in den Abend statt. Alle waren sich darüber einig, dass dieser „4te Hambuger Bauerntag“ äußerst gelungen war. Ein abschließender Dank gilt noch einmal den Sponsoren, ohne die solch eine Veranstaltung nicht umgesetzt werden kann.

Landwirtschaft braucht Artenvielfalt

DBV-Präsidiumserklärung zum Deutschen Bauerntag

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Im Rahmen des Deutschen Bauerntags 2019 verabschiedet das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) eine Resolution zur Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Mit dieser Erklärung unterstreicht der Deutsche Bauernverband den hohen Stellenwert der Biodiversität für die Branche: „Landwirtschaft braucht und liefert Artenvielfalt“ heißt es in der Erklärung. Um noch weitere Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen, setzt die Landwirtschaft auf folgende Initiativen:

Bei der Förderung von Biodiversität in der Agrarlandschaft setzt der DBV darauf,

  • praxistaugliche Maßnahmen im Rahmen von Modellprojekten zu entwickeln, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen,
  • Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Biodiversitätsmanagement in die Aus- und Weiterbildung noch stärker zu integrieren,
  • Beratungsangebote für die Verbandsmitglieder anzubieten,
  • Agrarumweltmaßnahmen sinnvoll über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zu finanzieren,
  • eine nationale Initiative Artenvielfalt zu etablieren. Die deutsche Landwirtschaft lädt alle Akteure der Lebensmittelkette, den Handel, die Verarbeitung, die Wirtschaft sowie die Verbraucher ein, dies auf den Weg zu bringen und die Biodiversität in der Agrarlandschaft kooperativ mit den Landwirten zu fördern.



Ein gute Wahl – Der BVHH gratuliert zur Wahl der neuen LandFrauen-Präsidentin Petra Bentkämper

„Wir freuen uns mit den LandFrauen über die Wahl von Petra Bentkämper zur neuen Präsidentin und gratulieren ihr recht herzlich.“ Mit diesen Worten gratuliert Präsident Martin Lüdeke zur Besetzung des neuen Präsidiums der bedeutendsten Bäuerinnen-Vertretung in Deutschland. „Zugleich möchte ich der bisherigen Vorsitzenden Brigitte Scherb für ihren leidenschaftlichen Einsatz und konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre danken“, so Lüdeke weiter.

Mit Petra Bentkämper ist eine Bäuerin an die Spitze des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. getreten, die sich schon immer mit klaren Worten, Interesse und Tatkraft für die Belange der Landfrauen eingesetzt hat. Die neue Präsidentin, die vom Westfälisch-Lippischen LandFrauenverband kommt, ist die Frau am richtigen Platz.

Neben Petra Bentkämper wurde auch Juliane Vees als deren Stellvertreterin gewählt. Die Vizepräsdentin, die vom LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern kommt, setzt sich ebenfalls seit vielen Jahren aktiv und äüßerst kompetent für die Belange der Landwirtschaft ein.

Der Bauernverband Hamburg e.V. wünscht dem gesamten LandFrauen-Präsidium viel Erfolg und gutes Gelingen bei seiner zukünftigen Arbeit für die deutschen Bauern und Bäuerinnen.

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Bauernpräsident Rukwied eröffnet Bauerntag 2019

Landwirte gehen Herausforderungen an

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In seiner Grundsatzrede auf dem Deutschen Bauerntag 2019 machte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, deutlich, dass die globalen Herausforderungen nur gemeinsam mit den Landwirten, ihrer Kompetenz und ihrem Verantwortungsbewusstsein bewältigt werden können. Themen wie Klima-, Arten- und Umweltschutz sollten schon aus eigenem Interesse Selbstverständlichkeit für die landwirtschaftlichen Betriebe sein. „Artenrückgang und Klimawandel – das müssen wir ernst nehmen. Polarisierung und einseitige Schuldzuweisungen helfen nicht. Wir müssen gemeinsam Lösungen auf den Weg bringen und unseren Teil der Verantwortung übernehmen“, so Rukwied.

Der Präsident betonte, dass die Bauernfamilien bei der Artenvielfalt bereits viel geleistet haben, wie beispielsweise in diesem Jahr die Anlage von mehr als 230.000 km Blühstreifen als Nahrungsgrundlage für Insekten. Der Deutsche Bauernverband habe sich eine eigene Klimastrategie gegeben und laufend aktualisiert, mit dem ehrgeizigen Ziel einer Emissionsreduktion um 30 Prozent bis 2030. „Hier sehen wir noch Potenzial – etwa bei der energetischen Nutzung von Biomasse und Reststoffen oder bei der Reduktion von Ammoniakemissionen – die Politik kann uns dabei unterstützen“, so Rukwied. 

Auch im Ackerbau verbessere die Landwirtschaft Schritt für Schritt die Effizienz im Pflanzenschutz und im Ressourceneinsatz. „Aber ganz ohne Pflanzenschutz gehen weder ökologischer noch klassischer Landbau“, sagte der DBV-Präsident. „Wir brauchen Instrumente zum Schutz der Bestände und zur Absicherung von Ernten und Qualitäten.“ 

Der Bauernpräsident forderte verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Bauern. Die Landwirtschaft sei bereit diese Schritte zu gehen, aber dieser Wandel brauche Kontinuität. Vor allem mit Blick auf die Tierhaltung müssten langfristige Regelungen gelten, sonst würde der Strukturwandel noch weiter vorangetrieben – insbesondere bei der Sauenhaltung: „Wenn wir hier nicht schnell Klarheit haben, ist der Standort Deutschland bald Geschichte.“ 

Mit Blick auf die Verhandlungen zur zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik bekräftigte Rukwied die Forderung nach einem stabilen Budget. „Erst wenn wir wissen, wie viel Geld zur Verfügung steht, können wir über Inhalte und Verteilung sprechen.“ 

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Unterstützung für Veränderung

Landwirtschaftsministerin Klöckner beim Deutschen Bauerntag 

(DBV) Im Rahmen des Deutschen Bauerntags 2019 im sächsischen Schkeuditz spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Landwirten Mut zur Veränderung zu und verspricht dabei zu unterstützen: „Klimaschutz, Artenvielfalt, Tierwohl: Die Bauern stehen unter einem enormen Druck der öffentlichen Erwartungen. Dabei tut sich viel in der Landwirtschaft. Ich sehe eine neue Offenheit gerade der jungen Landwirte für ambitionierten Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Aber sie sehen sich nicht nur als Landschaftsgärtner, sondern sie sind Unternehmer, die Lebensmittel nachhaltig erzeugen wollen. Planungssicherheit ist die Voraussetzung für den Mut der jungen Generation, den grünen Berufsweg einzuschlagen. Und ich will den Bauernfamilien helfen, raus aus der pauschalen Anklageecke zu kommen. Denn die Erzeugung von Nahrungsmittel ist lebenswichtig. Auch weltweit. Nicht nostalgisch-romantische Bilder einer alten Landwirtschaft, sondern Innovation, Forschung und Digitalisierung geben das Bild der aktuellen Agrarwirtschaft wieder. 

Auch wir Verbraucher stehen in der Pflicht. Es ist zu einfach, der Landwirtschaft beim Klimaschutz einseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, dabei aber den Steingarten vor der eigenen Haustür zu vergessen. Jeder trägt Verantwortung. Uns muss es gelingen, die Landwirtschaft wieder zu einem Projekt der ganzen Gesellschaft zu machen. Denn mehr Tierwohl beispielsweise entscheidet sich nicht allein im Stall, sondern auch an der Ladenkasse. 

Und es muss mehr erklärt werden. Zu häufig prägen Schuldzuweisungen und Verkürzungen die Debatte um Landwirtschaft. Zum Beispiel beim Thema Pflanzenschutz – ohne den es nicht geht. Unsere Supermarktregale sind deshalb so gut und hochwertig gefüllt, weil Ernten geschützt werden. Gleichzeitig wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch neue, digitale Technologien immer weiter reduziert. Kaum eine Branche ist so innovativ wie die Landwirtschaft. Diesen Diskussionen sollte sich die Branche noch stärker und noch offensiver stellen – mit offenem Visier.

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Bauerntag 2019

Zukunftsweisende Diskussionen beim Deutschen Bauerntag 

(DBV) In drei Fachforen diskutierten im Rahmen des Deutschen Bauerntags 2019 Experten, Praktiker und Politiker intensiv über die Zukunft der Deutschen Landwirtschaft. 

Im Forum Tierhaltung gab es insgesamt ein Bekenntnis zu mehr Tierwohl. Dennoch wurde intensiv darüber gesprochen, nach welchen Kriterien dieses im Detail ausgestaltet sein könnte. Der Tierethiker Professor Peter Kunzmann machte klar, dass die bisherige Sichtweise, den Tieren solle es „nicht schlecht“ gehen, nicht mehr ausreiche. Heute sei der gesellschaftliche Anspruch, den Tieren solle es „besser“ gehen. Die Fortschritte bei verbesserten Haltungsformen könnten dabei für den Nicht-Landwirt durch tierbezogene Indikatoren verdeutlicht werden. Manche wünschen sogar, es solle ihnen „super gut“ gehen. Dahinter steckt in der Regel das Verständnis des Tieres als Lebenspartner des Menschen. In der Nutztierhaltung sei dies jedoch nicht zu erreichen. Aus ökonomischer Sicht prognostizierte Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wegen der Tierwohldebatte einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, denn Deutschland beschleunige dadurch die Entwicklung zum „Hochkostenland“. Dies birgt die Gefahr, dass die Tierhaltung ins Ausland verlagert würde. Daher könne aus seiner Sicht eine Haltungsformkennzeichnung verbunden mit einer Herkunftskennzeichnung ein wichtiger Baustein für eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung sein. „Moral steckt im Regal“ so Hortmann-Scholten. Als Fazit der Diskussion wird festgehalten, dass eine sorgfältig durchdachte Nutztierhaltungsstrategie zur Herstellung von Planbarkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen dringend erforderlich sei. 

Beim Umweltforum standen die öffentlich viel diskutierten Themen Artenvielfalt, Gewässerschutz und Klimaschutz im Vordergrund. Der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Walter Heidl, appellierte bei der Eröffnung des Forums an die Gesellschaft, die Leistungen der Landwirtschaft und das bereits Erreichte auch anzuerkennen: „Wenn die Gesellschaft einem das Zeichen gibt, dass das, was wir Landwirte leisten, nichts wert sei, dann tut das weh.“ Nach zwei Praxisbeispielen zu erfolgreichen Kooperationsprojekten zur Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und Wasserkooperationen diskutierten auf dem Podium Vertreter aus Bundes- und Landespolitik, Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis, wie Landwirte die Leistungen für den Umweltschutz über Kooperationen weiter ausbauen können und deren Hemmnisse. Das Fazit des DBV-Umweltbeauftragten Hartelt: „Wir Landwirte übernehmen Verantwortung für Umweltprobleme und sind bereit, unseren Teil zur Lösung beizutragen. Dann muss man uns aber auch machen lassen und nicht durch widersinnige gesetzliche Regelungen einengen und jegliche Motivation nehmen.“

Im Forum „Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit“ sollten Perspektiven zwischen Ökonomie, Technologie und Verbraucherwunsch diskutiert werden. Der Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling stellte die These auf, die „Neo-Ökologie“ werde das „Bio“ ersetzen und sich zu einem breiten Standard in der Stadt und auf dem Land entwickeln. Diese schaffe völlig neue Geschäftsmodelle für die Landwirtschaft. Die Grenzen zwischen Stadt und Land würden zukünftig aus seiner Sicht verschwinden. Professor Oliver Musshoff, Agrarökonom an der Universität Göttingen und Landwirt in Brandenburg, sah in den sich verändernden Rahmenbedingungen auch positive Aspekte. Trotz höherer Risiken, Ertrags- und Marktschwankungen seien die Einkommen der Betriebe bezogen auf die Fläche im langjährigen Mittel stabil geblieben. Dies beruhe jedoch auf Verbesserungen der Effizienz und Weiterentwicklung. Wird diese Möglichkeit mit politischen oder gesetzgeberischen Vorgaben verstellt, sinken die Einkommen zwangsläufig. Die gesellschaftliche Debatte um noch höhere Standards führte Mußhoff auf den gestiegenen Wohlstand zurück und fasste das in einem Satz zusammen, der in der Diskussion immer wieder aufgegriffen wurde. „Wer hungert, hat ein Problem, wer satt ist, hat viele“. Dennoch sieht er für viele Betriebe Chancen, mit neuen Ideen und über höhere Standards Wertschöpfung und Wachstum zu gewährleisten.

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Weihnachtsgruß Präsident Martin Lüdeke

Liebe Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner sowie alle weiteren Mitglieder und Freunde des Bauernverbandes Hamburg!

Wieder einmal haben viele Bauernfamilien ein schwieriges Jahr hinter sich gebracht. Vor einem Jahr hat uns der ständige Regen zu schaffen gemacht, in 2018 war es dagegen die extreme Trockenheit, die uns das Leben schwer machte. Im Vergleich zu vielen Flächenländern ist die Hamburger Agrarwirtschaft aufgrund ihrer besonderen Struktur noch relativ glimpflich davongekommen. Die meisten Gemüsegärtner und vor allem unsere Obstbauern im Alten Land werden 2018 als positiv in Erinnerung behalten. Auch bei den Milchbauern war das letzte Jahr aufgrund der Preiserholung deutlich besser.

Der Klimawandel lässt sich nicht länger verleugnen, Extremwettereignisse nehmen in immer kürzeren Abständen zu und natürlich ist auch Hamburg davon betroffen. Der Ruf nach staatlichen Geldern ist verständlich und in extremen Notfällen auch absolut notwendig, greift langfristig aber viel zu kurz. Wir Hamburger Bauern verstehen uns als Unternehmer, für die selbstverständlich die gleichen Marktgesetze gelten, wie für andere Berufsgruppen auch. Anstelle kurzfristiger Hilfen wollen wir aktiv nach nachhaltigen Lösungen suchen. So halten wir die steuerliche Gewinnglättung für eine adäquate Antwort auf landwirtschaftliche Krisenereignisse. Auch die bereits in vielen europäischen Staaten geförderte Risikoversicherung gegenüber Unwetterereignissen  ist ein denkbarer Weg. Vor Ort müssen wir unsere Kulturverfahren weiter verbessern und uns intensiv um ein modernes Wassermanagement kümmern.

Der Berufsstand des Bauern ist bei den Deutschen hoch angesehen und steht nach den Ärzten gleich an zweiter Stelle der Beliebtheitsskala. Dennoch müssen wir in 2019 noch mehr Anstrengungen in unsere politsche Arbeit vor Ort sowie generell in der Öffentlichkeitsarbeit leisten. Dafür steht als erster offizieller Termin im Januar der Antrittsbesuch beim Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher an. Eine Reihe weiterer Termine und Aktionen sind geplant. Bitte halten Sie schon jetzt den 07.06.2019 frei, dann möchten wir gemeinsam mit Ihnen unseren „4ten Hamburger Bauerntag“ feiern.

Sehr froh bin ich darüber, dass unsere neue Webseite jetzt freigeschaltet ist. Damit steht uns nun eine Plattform zur Verfügung, über die wir sowohl Händler als auch Endverbraucher professionell über unsere Arbeit und die Landwirtschaft informieren können. Schauen Sie über die Feiertage doch einfach mal rein unter https://ackernfuerhamburg.de/

Weitere Informationen über unsere Aktivitäten sowie den Ausblick auf des Jahr 2019 erhalten Sie in den kommenden Tagen mit unserem Neujahrs-Rundschreiben.

Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein frohes Neues Jahr 2019.

Ihr

Martin Lüdeke

 

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Gesetzliche Änderungen zum Jahreswechsel

(DBV) Zum Jahreswechsel treten eine Reihe von Gesetzesänderungen im Bereich der Landwirtschaft in Kraft. Auf folgende wichtige Punkte weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin: 

Änderungen im arbeitsrechtlichen Bereich
Zum 1. Januar 2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,19 Euro/Stunde (brutto), wie von der Mindestlohnkommission vorgeschlagen und der Bundesregierung per Verordnung beschlossen wurde. Bereits jetzt steht fest, dass der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro/Stunde steigt.

Im Jahr 2019 werden ebenfalls die Sachbezugswerte für die Verpflegung steigen. Der Gesamtsachbezugswert für Verpflegung wird von bisher 246 Euro auf 251 Euro im Monat erhöht. Er setzt sich zusammen aus 55 Euro für Frühstück sowie jeweils 97 Euro für Mittagessen und Abendbrot. Die Werte für eine Unterkunft (belegt mit einem Beschäftigten) steigen zum neuen Jahr ebenfalls von derzeit monatlich 226 Euro auf 231 Euro. Wenn ein Arbeitgeber dem Beschäftigten Verpflegung und/oder Unterkunft unentgeltlich zur Verfügung stellt, werden die Sachbezugswerde zur Bewertung herangezogen und auf dieser Basis der Sozialversicherungspflicht und ggf. der Steuerpflicht unterworfen.

Änderungen bei der geringfügigen Beschäftigung
Ab 1. Januar 2019 treten die längeren Zeitgrenzen für eine kurzfristige sozialversicherungsfreie Beschäftigung unbefristet in Kraft. Die Anhebung der Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung von 2 auf 3 Monate bzw. von 50 auf 70 Arbeitstage hat sich positiv für die Betriebe und die Arbeitnehmer ausgewirkt. Sie bietet den Bauern mehr Handlungsraum beim Einsatz von Saisonarbeitskräften. Die verlängerten Zeitgrenzen sollten zunächst nur bis Ende 2018 gelten und waren mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes zum 1. Januar 2015 als abfedernde Maßnahme in Kraft getreten.

Änderungen im agrarsozialen Bereich
Zum 1. Januar 2019 steigen die Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte (AdL), teilt der DBV mit. Die Beiträge betragen dann in den alten Bundesländern 253 Euro/Monat (Vorjahr: 246 Euro) und in den neuen Bundesländern 234 Euro/Monat (Vorjahr: 219 Euro). Sie steigen somit um 2,8 Prozent (West) bzw. 6,4 Prozent (Ost). Der Beitrag zur AdL ist an die Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung gebunden. Aufgrund der Erhöhung des vorausgeschätzten Durchschnittsentgeltes steigt der Beitrag in der AdL trotz des stabilen Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dieser Beitragssatz beträgt im Jahr 2018 weiterhin 18,6 Prozent.

Der Beitrag aktiver Landwirte zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKV) steigt ebenfalls in allen Beitragsklassen 3 bis 19 um ca. 14 %, in den Beitragsklassen 1, 2 und 20 um 1 %. Der Beitrag für freiwillig in der LKV versicherte Mitglieder steigt ebenfalls und zwar um ca. 5 bis 11 %. Die vollständigen Beitragstabellen können auf der Seite der SVLFG eingesehen werden (http://www.svlfg.de/50-vmb/vmb06/vmb0601/vmb060108/index.html; www.svlfg.de > Versicherung Beitrag > Beitrag Krankenkasse > Unternehmer und mitarbeitende Familienangehörige > Beitragshöhe landwirtschaftliche Unternehmer).
Der Beitrag zur landwirtschaftlichen Pflegekasse wird gleichfalls steigen. Für Landwirte und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen wird der Beitrag zur Pflegeversicherung in Form eines Zuschlags zum Beitrag zur Krankenversicherung erhoben. Dieser errechnet sich aus dem Verhältnis von Beitragssatz zur allgemeinen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung.

Bei sinkendem Gesamt-Beitragssatz zur GKV (2019: 15,5 %; 2018: 15,6 %) und steigenden Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung im Jahr 2019 (3,05 %, 2018: 2,55 %), steigt der prozentuale Zuschlag zum LKV-Beitrag deutlich gegenüber dem Jahr 2018.

Der Zuschlag beträgt im Jahr 2019 19,7 Prozent (Vorjahr: 16,3 Prozent). Für kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr beträgt der Zuschlag 21,31 Prozent (Vorjahr: 17,90 Prozent). Die konkrete Höhe des Zuschlags ist ebenfalls unter dem o.g. Link einsehbar.

Änderungen im Straßenverkehr
Am 1. Januar 2019 treten Änderungen beim Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) und beim Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) in Kraft, für die sich der Deutsche Bauernverband zusammen mit dem Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) und dem Bundesverband der Maschinenringe (BMR) erfolgreich eingesetzt hat. Danach sind sowohl entgeltliche als auch unentgeltliche Beförderungen von land- oder forstwirtschaftlichen (lof)-Erzeugnissen und lof Bedarfsgütern mit lof-Fahrzeugen bis 40 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit (bbH) rechtssicher möglich, ohne dass eine Maut anfällt oder eine Erlaubnispflicht nach GüKG besteht. Etwaige Kontrollen konzentrieren sich auf augenscheinliche Fakten und bedeuten damit eine erhebliche Vereinfachung. Über 40 km/h bbH sind land-und forstwirtschaftliche Transporte von der Mautpflicht bzw. von der GüKG-Erlaubnispflicht befreit, soweit sie für eigene Zwecke im Rahmen der Nachbarschaftshilfe und im Rahmen von Maschinenringen erfolgen.

Änderungen beim EEG2017
Am 1. Januar 2019 treten Änderungen des Energiesammelgesetzes (Anpassungen im EEG2017) in Kraft, für die sich der Deutsche Bauernverband zusammen mit dem Fachverband Biogas und dem Bundesverband Bioenergie erfolgreich eingesetzt hat. Einigen Biogasbetreibern, die den Formaldehyd-Bonus erhalten und erst im Nachhinein einer Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bedurften, drohten aufgrund eines Urteils des OLG Stuttgart Vergütungsrückforderungen. Über eine Klarstellung im Energiesammelgesetz konnte erreicht werden, dass Anlagen mit ursprünglicher baurechtlicher Genehmigung weiterhin Anspruch auf den Formaldehyd-Bonus haben. Der Flex-Deckel wurde dahingehend geändert, dass der Zeitraum für die Realisierung von derzeit 2 auf 16 Monate verlängert wurde. Sobald der Flex-Deckel erreicht ist, kann somit innerhalb der darauffolgenden 16 Monate noch zusätzliche Leistung genehmigt werden. Bei der Förderung von Güllekleinanlagen wurde von installierter Leistung auf Bemessungsleistung umgestellt. Dadurch können in Zukunft auch Güllekleinanlagen etwas größer gebaut und flexibel betrieben werden. Ab 2019 wird es auch zwei Ausschreibungstermine im Jahr für die Biomasseausschreibungen geben. Die ursprüngliche Vergütungsabsenkung im PV Bereich konnte abgemildert werden. Ab Februar 2019 wird die Vergütungsabsenkung für PV-Anlagen bis 750 kW schrittweise von 9,87 ct/kWh auf 8,9 ct/kWh bis April 2019 erfolgen.

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Neujahrsgrußwort des Präsidenten

Liebe Bäuerinnen und Bauern,

für viele Bauernfamilien geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Der Dürresommer hat zahlreiche Betriebe hart getroffen. Aber wir sollten dennoch positiv nach vorne schauen und uns immer wieder bewusst machen, welch großes Privileg es ist, mit und in der Natur arbeiten zu dürfen und welche Bedeutung die Landwirtschaft für die Gesellschaft hat. Wir Bauern und Bäuerinnen haben nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Laut einer repräsentativen Umfrage ist der Berufsstand auch in Zukunft besonders wichtig für die Gesellschaft und rückt in der Rangliste der am meisten genannten Berufe auf Platz zwei vor – direkt hinter den des Arztes. Unser Image ist in der Bevölkerung also deutlich besser als das in der gesellschaftlichen Diskussion.

Angesichts der Herausforderungen, denen sich die deutsche Landwirtschaft in diesen Tagen stellen muss, sind fortschrittlich handelnde Landwirte wichtiger denn je. Es ist unerlässlich, sich auf die Veränderungen durch den Klimawandel intensiver einzustellen. Hier muss die Landwirtschaft zukünftig noch ressourcen- und umweltschonender agieren. Nachhaltigkeit spielt auf unseren Höfen eine große Rolle. Diesen Weg werden wir weitergehen. Damit aber auch in der Öffentlichkeit ankommt, wie sich Landwirtschaft verändert, müssen wir verstärkt öffentliche Aktionen durchführen – nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber. Aber auch das Verbraucherverhalten muss sich deutlich ändern. Wir müssen unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vermitteln, dass es nicht möglich ist, auf der einen Seite die Erwartungen an Tierwohl und Naturschutz zu erhöhen, aber auf der anderen Seite keine Bereitschaft zu zeigen, dafür im Supermarkt auch mehr Geld auszugeben.

Wir wollen der Jugend eine Perspektive geben, damit sie ihre Zukunft in der Landwirtschaft sieht. Dafür müssen die Betriebe zum einen wirtschaftlich auf soliden Beinen stehen, zum anderen müssen die politischen Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass sie in einem harten internationalen Wettbewerb bestehen können. Noch mehr Bürokratie ist nicht tragbar, im Gegenteil: wir brauchen eine Entschlackung bei den Vorgaben. Dafür setzt sich der Deutsche Bauernverband intensiv ein.

Landwirtschaft heißt Innovation: Wendigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Impulsen sind wichtig. Wir Bauern tragen unseren Teil zur Zukunft Deutschlands bei. Mit unseren Investitionen in die Betriebe sichern wir tausende Arbeitsplätze und setzen uns dafür ein, dass zukünftige Generationen auf dem Land gute Lebensbedingungen vorfinden. Davon profitieren letztlich alle Menschen im ländlichen Raum.

Ich danke allen Ehren- und Hauptamtlichen, die sich im zurückliegenden Jahr für die Bauernfamilien eingesetzt haben. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Rukwied

 

 

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Landwirtschaftliche Unternehmensergebnisse: Stabil bis zur Dürre

Rukwied: Schauen mit Sorge auf das laufende Wirtschaftsjahr

(DBV) Die deutsche Landwirtschaft verzeichnet für das zurückliegende Wirtschaftsjahr 2017/18 stabile Ergebnisse. „Trotz der Frostschäden im vergangenen Jahr sind die Unternehmensergebnisse stabil. Das ist erfreulich, aber wir schauen mit Sorge auf das laufende Wirtschaftsjahr, wenn die gestiegenen Kosten und vor allem die Dürre zu Buche schlagen“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied.

Deutschlands Bauern haben inzwischen etwa 8.000 Anträge auf Dürrehilfen gestellt, allein in Niedersachsen sind es über 4.000. In einigen Bundesländern sind die Antragsfristen verlängert worden oder noch nicht abgeschlossen. „Dass trotz der hohen Hürden so viele Anträge gestellt werden, zeigt, dass die Hilfe nötig ist. Aber langfristig ist das keine Lösung. Wir brauchen eine Stärkung des Risikomanagements der Betriebe“, so Rukwied.

Das Wirtschaftsjahr 2017/18 endete am 30. Juni 2018. Im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe verbesserten sich die Unternehmensergebnisse 2017/18 um ein Fünftel auf 65.200 Euro je Betrieb bzw. 45.700 Euro je Familienarbeitskraft (FAK).

Bei den auf Milchviehhaltung spezialisierten Betrieben stieg das Unternehmensergebnis je Arbeitskraft von 35.900 Euro/FAK in 2016/17 auf 60.200 Euro/FAK an. Für die Ackerbaubetriebe ist eine wirtschaftliche Stagnation festzustellen. Die Unternehmensergebnisse lagen mit 36.100 Euro/FAK um 1 Prozent niedriger als im Vorjahr. In der Schweinehaltung waren die Ergebnisse deutlich niedriger, vor allem wegen rückläufiger Erzeugerpreise. Bei den Veredlungsbetrieben sind die Unternehmensergebnisse von 63.600 Euro/FAK auf 41.600 Euro/FAK zurückgegangen. Bei den Weinbaubetrieben waren die Unternehmensergebnisse mit 39.600 Euro/FAK stabil. Im ökologischen Landbau wurden Unternehmensergebnisse von 57.000 Euro je Familienarbeitskraft erzielt, das sind 6.300 Euro mehr als im Vorjahr.

Die Investitionstätigkeit der Betriebe war im Wirtschaftsjahr 2017/18 eher verhalten. Die Bruttoinvestition lag mit 51.300 Euro je Betrieb nur um 3 Prozent über dem Vorjahr. Die Nettoinvestitionen (nach Berücksichtigung der Abschreibungen) lagen bei 6.900 Euro je Betrieb.

Grundlage der Berechnung sind 11.900 Buchführungsabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben mit durchschnittlich 90 Hektar.

Der aktuelle Situationsbericht ist online abrufbar unter www.bauernverband.de/situationsbericht-2018/19.

 

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