Ausflug mit Senator Horch in Baumschule von Ehren und Obstbaubetrieb Köpcke im Alten

Gelungener Sommerausflug der Projektgruppe „Nachhaltigkeitsstregie im Hamburger Gartenbau“

Herr Markus Pitz, Leiter der Agarabteilung der BWVI Hamburg, hat die Mitglieder der Arbeitsgruppe P.R.A.G (Nachhaltigkeitsstrategie im Hamburger Gartenbau) im Namen des Senators Frank Horch zu einem Tagesausflug in zwei ausgewählte Hamburger Gartenbaubetriebe eingeladen. In der Sparte Baumschule sollte der aktuelle Stand der  „Nachhaltigkeitsstrategie“ und im Obstbau der „Hamburger Öko-Aktionsplan 2020“ vorgestellt werden.

Am Mittwoch, den 23.08.17 ging es morgens vor der Haus der BWVI los. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde extra ein Bus der Hamburger Hochbahn gechartert, mit dem es bei herrlichstem Sonnenschein zunächst in den Süden Hamburgs zur renommierten Baumschule Lorenz von Ehren ging.

Hier wurde die Gruppe herzlichst von der Familie von Ehren empfangen. In seiner Begrüßung stellt Bernhard von Ehren den 1845 gegründeten Betrieb vor.

FamilievEhren (800x600)Die Baumschule von Ehren hat ihren Sitz in Marmstorf und rund 400 Hektar Flächen in den Gemeinden Seevetal und Rosengarten. „Bäume wachsen langsam – wir arbeiten mit langen Kulturzeiten.  Deshalb brauchen wir Pflanzen, die mit zukünftigen Bedingungen im Klima-wandel klar kommen“, sagte Firmenchef Bernhard von Ehren. Dabei forderte von der Politik mehr Unterstützung, um solche strapazierfähigen „Klimabäume“ unter Hunderten von Arten und Sorten herauszufiltern

Senator Horch betonte in seinen Grußworten, dass die Hamburger Wirtschaft nicht alleine auf den Hafen reduzieren läßt und dass auch die hiesige Landwirtschaft und der Gartenbau ein bedeutende Rolle für die Hansestadt spielen. Diese soll auch weiterhin von der BWVI unterstützt werden. Insbesondere in Zeiten des Klimawandels, den Diskussionen über Autoabgase und Artensterben spielt die grüne Branche eine immer bedeutendere Rolle gerade im urbanen Umfeld. Auch die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln hat einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftsbehörde der Stadt Hamburg.

Baumverladung (800x600)Bei der anschliessenden Betriebs-besichtung wurden an verschie-denen Arbeitsstationen typische Tätigkeiten wie Pflege, Umpflanzen, Schnitt und Verladung demonstriert. Die Baumschule von Ehren hat sich vor allem aus ältere und größere Solitärbäume spezialisiert. So stehen Bäume bis zu 35 Jahre im Betrieb, bis sie dann endlich die richtige Größe zum Verkauf errreicht haben. Der Vertrieb der über 500.000 Bäume und Sträucher läuft europaweit von England, Frankreich, Spanien, Russland bis nach Skandnavien. Für jede Klimazone müssen jeweils die passenden Sorten ausgewählt und angezogen werden. Neu im Sortiment sind sogenannte Klima-bäume, die insbesondere für die veränderten Bedingungen in unseren Städten auf-gezogen und selektioniert werden. Diese sind besonders widerstandfähig gegen Boden-verdichtung, Abgase, hohe Strahlungsintensitäten oder Streusalz.

Gruppe1 (800x600)Abschliesend lud von Ehren die Teilnehmer zu einem Erfrischungs-getränk unter einem Pavillon aus Buchenblättern ein. Auf der Plantage im etwas hügeligen Umland der Harburger Berge konnten alle die wunderschöne Aussicht geniessen und zwischen den seltenen Sträuchern und wertvollen Gehölzen bis nach Hamburg schauen.

 

Zum Andenken an die beeindruckenden Besichtigung überreichte Herr Bernhard von Ehren allen Teilnehmern zur Erinnerung einen kleinen Amberbaum.

Mittags ging es weiter ins Alte Land nach Neuenfelde, wo die Reisegruppe von der Familie Uta und Jörg Köpcke auf ihrem Obsthof herzlichst begrüßt wurde. In der festlich hergerichteten Scheune hat das Team von „Rolling Taste“ ein exquisites Mittagessen von „Rolling Taste“ mit leckerem Fingerfood aus regionalen Zutaten zubereitet.

HorchGruppe (800x600)Mit der Obstkistenbahn ging es dann in die umliegenden und hervor-ragend gepflegten Apfelanlagen des Betriebes Köpcke. Obwohl die Bäume scheinbar voller prachtvoller Äpfel sassen,  betonte Jörg Köpcke, dass auch er in 2017 mit Ertrags-verlusten von bis zu 30% rechnet. Die durch die starken Spätfröste erzeugten Totalausfälle, wie sie aus Süddeutschland gemeldet werden, konnten im Alten Land zwar durch die vorhandene Frostschutzberegnung verhindert werden, während der Obstblüte im Mai sorgten allerdinges die vielen Niederschläge dafür, dass es nur zu einer geringen Bestäubung und entsprechend schwache Fruchtansatz kam.

HorchFamKöpcke (800x585)Das von der BWVI geförderte Projekt „Ökologischer Obstbau im Rahmen des Öko-Aktionsplans 2020“ wurde von Dr. Karsten Klopp, Leiter des Kompetenz-zentrums Obstbau  vorgestellt. Neben der eigentlichen Fachberatung über Kultur- und Anbauverfahren nimmt dabei auch die zwischenmenschliche Beratung einen erheblichen Anteil seiner Tätigkeit ein. Familie Köpcke hat sich intensiv mit den ökologischen Anbauverfahren beschäftigt, den Schritt zur endgültigen Umstellung haben sie aber bisher noch nicht gewagt.

ObstKlopp (800x600)Vorstände (800x600)

Zum Abschluss liess es sich Senator Horch nicht nehmen, persönlich den Obstbau-schlepper mit den Gästen zum Hof zurückzufahren. Dies hat er so souverän HorchTreckergemeistert und alle Besucher heil und zufrieden zum Betriebshof zurück gebracht. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Ausflug äußerst erfolgreich war und erheblich zur weiteren Vernetzung zwischen der gartenbaulichen Praxis, Beratung, Berufsvertretung und Behörde beigetragen hat. Dies soll unbedingt weitergeführt werden.

 

Moderne Milchproduktion vor Ort erleben

DBV-Pressemitteilung vom 24.05.17

Bundesweite Aktionen zum Internationalen Tag der Milch am 1. Juni

 (DBV) Am 1. Juni 2017 ist der „Internationale Tag der Milch“. Aus diesem Anlass werden Milchbauern mit ihren Familien ihre Höfe für Besucher öffnen und zeigen, wie sie ihre Kühe halten, füttern und melken, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. In Zusammenarbeit mit den Landesbauernverbänden und den Landesvereinigungen für Milch wurden informative und unterhaltsame Programmangebote und Mitmach-Aktionen entwickelt, damit die Landwirte im Dialog mit Verbrauchern, Schulklassen, Politikern und Medien über die moderne Milchviehhaltung und -erzeugung „live“ aufklären.

In Deutschland produzieren aktuell rund 69.000 Milchbauern ein ernährungsphysiologisch gesundes und qualitativ hochwertiges Nahrungsmittel. Die Preiskrise in den zurückliegenden zwei Jahren mit nicht mehr kostendeckenden Milcherzeugerpreisen von durchschnittlich unter 30 Cent je Kilogramm ist überwunden. Für 2017 zeichnet sich eine Erholung der Marktlage ab. Nach wie vor werden jedoch von Politik und Handel zunehmend höherer Anforderungen und Standards in der Milchviehhaltung vorgeschlagen und gefordert, die für die Milchbauern meist höhere Produktionskosten bedeuten, ohne dass sich dies in verbesserten Erzeugerpreisen widerspiegelt. Dies wirkt sich zusätzlich auf die strukturelle Entwicklung der Milchviehbetriebe aus. Allein die Preiskrise der vergangenen beiden Jahre hatte eine beschleunigte Aufgabe zahlreicher Milchbauern zur Folge.

Der Deutsche Bauernverband lädt alle Interessierten ein, sich am „Internationalen Tag der Milch“ über die Leistungen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Milchbauern zu informieren und sich ein Bild über den Ernährungswert der Grundnahrungsmittel Milch und Milchprodukte zu informieren.

Informationen zu den bundesweit geplanten Veranstaltungen finden Sie unter www.bauernverband.de/tag-der-milch-2017.

EU-Naturschutz muss Belange der Landwirte mehr berücksichtigen

DBV-Pressemitteilung vom 08.12.16

Aktionsplan für bessere Umsetzung von NATURA 2000

(DBV) Die EU-Kommission sieht Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung der Naturschutzrichtlinien NATURA 2000, will die beiden europäischen Naturschutz-Richtlinien aber nicht zusammenlegen. Auch aus Sicht der Landwirtschaft ist die Umsetzung dringend verbesserungsbedürftig, bekräftigte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des Fitness-Checks zu den NATURA 2000-Richtlinien durch die EU-Kommission. Vor allem im Sinne einer Kooperation mit der Landwirtschaft, bei der Einbindung von Bürgern in die Planungen und der Verbesserung der Rechtssicherheit für die Landnutzer sieht der Bauernverband Handlungsbedarf.

Der von der EU-Kommission jetzt angekündigte Aktionsplan – unter anderem mit Leitlinien zur Umsetzung der FFH- und Vogelschutzrichtlinien – müsse die Probleme aufgreifen, um nicht über die betroffenen Menschen hinweg Natur und Arten zu schützen. Auch Naturschutz sollte vielmehr mit den Bürgern und Landnutzern gestaltet werden, mahnte der DBV. Die Landwirte erwarteten deshalb auch von den Naturschützern, dass sie sich einer kritischen Analyse der bisherigen Umsetzung des europäischen Naturschutzrechts nicht verweigerten. Der erfolgreiche Weg von Kooperationen mit den Land- und Forstwirten dürfe nicht verlassen werde.

Der DBV erinnerte daran, dass der bisherige Vollzug der NATURA 2000-Richtlinien bei vielen Landnutzern zu Frustrationen und Vertrauensverlust geführt habe, unter anderem aufgrund von Rechtsunsicherheit und fehlender Kooperation. Denn die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft könne man nur mit den Bauern schützen. Dies werde durch das strenge Schutzregime der europäischen Naturschutzrichtlinien mit Einschränkungen der Bewirtschaftung und der Entwicklungsmöglichkeit der Betriebe verhindert, ebenso wie durch eine fehlende Einbeziehung der Landwirte in die Planungen oder durch den unzureichenden finanziellen Ausgleich.

Der DBV schlägt deshalb erneut vor, bei der Umsetzung von NATURA 2000 in Zukunft stärker auf Kooperation mit den Landnutzern zu setzen als auf Auflagen und Verbote. Andernfalls gingen die Landnutzer als Partner des Naturschutzes verloren und die Akzeptanz bei Bürgern und Landnutzern werde gefährdet, befürchtet der Bauernverband.

Übergabe der Erntekrone durch den LandfrauenVerband Hamburg

Gottesdienst zum Erntedank in der Hauptkirche St. Petri und Paul Hamburg am 01.10.2106

Einen feierlichen Gottesdienst zum Erntedank erlebten hunderte Gemeindemitgleider am 01. Oktober 2016 in der Hauptkirche St. Petri und Paul. Höhepunkt war die Übergabe der Erntekrone durch den LandFrauenverband Hamburg. Die Grußworte unseres Präsidenten Martin Lüdeke waren scharf fomuliert und sollten unter dem Motto „Soll man jetzt überhaupt noch Erntedank feiern“ auch zum Nachdenken anregen. Treffend zeigte er die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und der tasächlichen Arbeit unserer Landwirte auf. „Die fehlende Anerkennung unserer geleisteten Arbeit ist für uns fast noch schlimmer, als eine nicht angemessene Entlohnung“, spricht Lüdeke deutlich aus. Und er sagt weiter:  „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass unser Erntedankfest erhalten bleibt. Erntedank als Dank an den Schöpfer für unsere Lebensgrundlage. Erntedank als Dank an unsere Bauern, die ihre Arbeit verrichten aus Berufung und zur eigenen Freude aber auch für uns aller täglich Brot allen schlechten Preisen zum Trotz.“
IMG_1799                                              Präsident Martin Lüdeke

IMG_1808                       Senatorin Fegebank, Martina Becker (LandFrauenverband HH)
Pastor Diercks, Bischöfin Fehrs, Martin Lüdeke (BVHH)

Treffen der Kreisbauernverbände (Elbanrainer) in Wilhelmsburg

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Die an der Elbe liegenden Kreisbauernverbände aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg treffen sich regelmäßig zu einem gemeinsamen Informations- und Gedankenaustausch. In diesem Jahr hat der Bauernverband Hamburg eingeladen. Das Treffen fand am 20.09.16 auf dem Hof von Hennig Cordes in Wilhelmsburg statt. Vom Landvolk Stade reiste Jan Hauschildt an, der Kreisverband Pinneberg war durch den Vorsitzenden Georg Kleinwort und Geschäftsführer Peer Jensen-Nissen vertreten und vom Kreisverband Steinburg kam Vorsitzender Peter Lüschow dazu. Vom Bauernverband Hamburg nahmen Präsident Martin Lüdeke, Heinz Behrmann sowie Dr. Carsten Bargmann an der Runde teil.

Auf Vorschlag von Heinz Behrmann wurde der Standort Wilhelmsburg ganz bewusst deshalb ausgewählt, weil hier die Folgen einer Politik, die vor allem auf Naherholung und Naturschutz setzt, für die heimische Agrarwirtschaft drastisch zu sehen sind. Als Auftakt der Veranstaltung wurde die durch die Stadt Hamburg geförderte Vorlandgewinnung der Stiftung Lebensraum Elbe vor Ort besichtigt. Die Gewinnung von 17 ha Vorland kostet viele Millionen Euro, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Die für Wilhelmsburg einmal charakteristische Landwirtschaft ist hier, bis auf einige Gemüsebaubetriebe sowie extensive Grünlandbewirtschaftung, kaum noch anzutreffen. Hennig Cordes selbst ist nach Mecklenburg-Vorpommern (Rügen) ausgewichen, da eine lukrative Landwirtschaft auf seinen verbliebenen Hamburger Flächen nicht mehr möglich war.  Von ähnlichen Erfahrungen können auch die Teilnehmer aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein sprechen. Beispielhaft seien hier nur die Planungen für den Deichrückbau in Steinburg, Pinneberg sowie dem Kehdinger Land erwähnt.

Sowohl aus Stade als auch aus Pinneberg und Steinburg wurde über die zunehmenden Probleme durch die extensive Grünlandbewirtschaftung berichtet. Exemplarisch seien hier nur die massive Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes aber auch von Ackerschachtelhalm und anderen Beikräutern erwähnt. In Niedersachsen ist infolge der Ausbreitung des Ackerschachtelhalms die Anzahl der Brutvögel stark rückläufig. Ein Grund hierfür ist auch, dass die Umweltstiftung immer mehr Land übernimmt und sich so der Viehbesatz um fast ein Drittel reduziert hat. Paradoxerweise hat die Umweltstiftung damit genau das Gegenteil erreicht: weniger Viehhaltung, mehr Ackerschachtelhalm weniger Brutvögel. Mittlerweile werden die Landwirte schon dazu aufgefordert, das Unkraut mit Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen.

In Vierlande bereitet zunehmend die Versauerung der extensiven Flächen Probleme. Auf vielen Flächen liegt der Ph-Wert schon unter 4,9. Derzeit wird diskutiert, wer die dringend notwendigen Kalkungen durchführt und die dafür entstehenden Kosten tragen soll.

Des Weiteren wurde intensiv über den unterschiedlichen Umgang mit Ausgleichsflächen infolge von Baumaßnahmen gesprochen. Ohne Gegenmaßnahmen werden diese insbesondere in Hamburg schon in naher Zukunft zu einem massiven Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche führen. Obwohl in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ausreichend Flächen und Ökopunkte zur Verfügung stehen, sträubt sich insbesondere die Umweltbehörde BUE massiv dagegen, diese Angebote zu nutzen. Hier wünscht sich der BVHH mehr Sachlichkeit in der Politik und die konsequente Umsetzung des Agrarpolitischen Konzeptes 2020, in dem sich der Hamburger Senat eindeutig zum Erhalt und Förderung der Hamburger Landwirtschaft bekennt.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass wir weiter Transparenz schaffen und die Endverbraucher weiter über die Landwirtschaft vor Ort aufklären müssen. So hat der Bauernverband Schleswig-Holstein ein Projekt in den Lehrplan einbringen können, in dem die Klassen mindestens einmal in ihrer Schulzeit einen Bauernhof besucht haben müssen.

Alle Teilnehmer sprechen sich dafür aus, dass sich die einzelnen Kreis-und Landesverbände weiterhin intensiv in die politischen Entscheidungen einbringen müssen. Dafür ist ein gegenseitiger Informationsaustausch dringend notwendig. Das nächste Treffen der Elbanrainer soll im kommenden Jahr in Schleswig-Holstein stattfinden. Bei Hennig Cordes bedanken wir uns recht herzlich für seine Gastfreundschaft, den guten Kaffee und dafür, dass er uns einen Sitzungsraum zur Verfügung gestellt hat.

Hamburg, den 20.09.16

Antrittsbesuch von Martin Lüdeke beim Ersten Bürgermeister

Olaf Scholz empfängt Präsident Lüdeke und Geschäftsführer Dr. Bargmann im Hamburger Rathaus

OlafScholz

Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz hat Präsident Martin Lüdeke und Geschäftsführer Dr. Carsten Bargmann zu einem Antrittsbesuch eingeladen. Das gemeinsame Treffen fand nun am Mittwoch, den 03.08.16 in kleiner Runde im Hamburger Rathaus statt. In dem fast 1,5 Stunden dauernden Gespräch fand ein intensiver Austausch über die Belange der Hamburger Agrarwirtschaft statt. Neben aktuellen Themen wie der Milchkrise und den geringen Erzeugerpreisen sprachen Lüdeke und Bargmann mit Scholz über die zunehmende Flächen-problematik und die Neuordnung der Pachtverwaltung durch die Stadt Hamburg. Dem Vorschlag Lüdekes, Ausgleichsflächen bzw. Ökopunkte auch in den benachbarten Bundeländern zu suchen, steht Olaf Scholz sehr positiv gegenüber. Gleiches gilt für die alternative Nutzung von landwirtschaftlichen Gebäuden z.B. als Mietwohnungen oder Gewerbehöfe. Dies setzt allerdings voraus, dass die erheblichen bürokratischen Hürden abgebaut werden müssen.

Des Weiteren wurde über politische Themen wie Mindestlohn oder Russlandembargo gesprochen, die insbesondere unseren Hamburger Obst- und Gemüsebauern zu schaffen machen. Präsident Lüdeke betonte noch einmal ausdrücklich, dass der Bauernverband Hamburg e.V. sich gut bei der Agrarabteilung der BWVI vertreten sieht und auch weiterhin eng mit der Abteilung zusammen-arbeiten möchte. Olaf Scholz betonte, dass er die Agrarwirtschaft auch zukünftig in der Wirtschaftsbehörde belassen wird. Er freut sich ausdrücklich darüber, dass der BVHH intensiv für die Stärkung der Hamburger Agrarwirtschaft einsetzt und sich darüber hinaus noch aktiver in aktuelle Themen wie regionale Absatzförderung, Nachhaltigkeitskonzept Gartenbau, Tierwohl oder Lebensmittelverschwendung einbringen wird. Das äußerst informative und konstruktive Treffen endete mit dem Wunsch von Olaf Scholz, Präsident Lüdeke auf seinem Hof in Curslack zu besuchen. Martin Lüdeke nahm den Vorschlag gerne entgegen und freut sich auf den Gegenbesuch des Ersten Bürgermeisters.

Deutsche Landwirte bauen Engagement im Natur- und Umweltschutz aus

Kurzmitteilung

Deutsche Landwirte bauen Engagement im Natur- und Umweltschutz aus

DBV veröffentlicht Auswertung zum Greening in 2015

Der Natur- und Umweltschutz gewinnt bei den deutschen Bauern weiter an Bedeutung. Das Greening der EU-Agrarpolitik wurde bereits im ersten Umsetzungsjahr nach der EU-Agrarreform gut angenommen. Dies geht aus einer Zwischenbilanz des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor, der Zahlen und Fakten zur Umsetzung des Greening und insbesondere der Ökologischen Vorrangflächen im Startjahr 2015 in der Kurzbroschüre „Fakten zum Greening“ veröffentlichte. Damit bestätigt sich die Forderung des Berufsstandes nach einem produktionsintegrierten Greening, mit dem die Betriebe passend zu ihren regionalen und betrieblichen Verhältnissen ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Gestaltung der Ökologischen Vorrangflächen nutzen können.

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Weidetierhalter befürchten Verdrängung durch den Wolf

Kurzmitteilung

Weidetierhalter befürchten Verdrängung durch den Wolf

Bauernverband fordert erweiterte Diskussion über Wolfspopulationen

Landwirte und Weidetierhalter sehen in der Diskussion um die zunehmende Verbreitung des Wolfes in Deutschland ihre Anliegen bisher zu wenig berücksichtigt. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich des öffentlichen Fachgesprächs „Herdenschutz“ des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft (25. November 2015).

EU-Kommission ignoriert Probleme des europäischen Naturschutzrechts

Kurzmitteilung

EU-Kommission ignoriert Probleme des europäischen Naturschutzrechts

Bauernverband zum Zwischenbericht beim Fitness-Check von NATURA 2000

Die Zwischenergebnisse des „Fitness-Checks“ zu den europäischen Naturschutzrichtlinien spiegeln nicht die Wirklichkeit wider und ignorieren die Probleme der Landwirte und Landnutzer im Zusammenhang mit FFH- und Vogelschutzgebieten. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) zu der am heutigen Freitag (20.11.2015) in Brüssel stattfindenden Konferenz über den „Fitness-Check“ des europäischen Naturschutzrechts, der sogenannten Fauna-Flora-Habitat- (FFH) und Vogelschutzrichtlinie. Statt der vom Zwischenbericht suggerierten Erfolge, haben die Richtlinien und ihre Umsetzung zu einem erheblichen Vertrauensverlust bei Landnutzern geführt, der unter anderem durch Rechtsunsicherheit und fehlende Kooperation entstanden ist. Denn obwohl die Landnutzer maßgeblich zum Entstehen der heute schützenswerten Kulturlandschaft sowie der Arten- und Biotopvielfalt beigetragen haben, werden sie durch das strenge Schutzregime der europäischen Naturschutzrichtlinien in ihrer Bewirtschaftung stark eingeschränkt. Angesichts dessen ist es ein Hohn für die Land- und Forstwirte, wenn die tagtäglichen Probleme bei der Bewirtschaftung von Flächen in und um FFH- und Vogelschutzgebieten als nicht bewiesen abgetan werden, betonte der DBV.

Entbürokratisierung: Vorschläge der Kommission gehen nicht weit genug

Kurzmitteilung

Entbürokratisierung: Vorschläge der Kommission gehen nicht weit genug

Deutscher Bauernverband zu den Maßnahmen von EU-Agrarkommissar Phil Hogan

Die von EU-Agrarkommissar Phil Hogan kürzlich vorgestellten Maßnahmen zur Entbürokratisierung der EU-Agrarpolitik enthalten zwar einige Erleichterungen für die landwirtschaftliche Praxis, sind aber nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) noch viel zu zögerlich. Vereinfachungen des Greening sind sogar bis 2017 oder noch später aufgeschoben worden, kritisiert der DBV.