Agrardieselantrag

Agrardieselantrag für 2019

21,5 Cent je Liter Kraftstoff können Land- und Forstwirte beim Agrardiesel zurückerhalten. Die Anträge für das Jahr 2019 können Sie bis zum 30. September 2020 abgeben.

Alle notwendigen Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verbrauchsteuern/Energie/Steuerbeguenstigung/Steuerentlastung/Betriebe-Land-Forstwirtschaft/Antragsverfahren/antragsverfahren.html

Die Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ist mit einer Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck für die innerhalb eines Kalenderjahres zu begünstigten Zwecken verwendeten Gasöl-, Pflanzenöl- und Biodieselmengen zu beantragen.
Der Antragsteller hat in der Anmeldung alle für die Bemessung der Steuerentlastung erforderlichen Angaben zu machen und die Steuerentlastung selbst zu berechnen.

Für die Antragstellung stehen folgende Formulare zur Verfügung:

  • Antrag auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, sogenannter „vollständiger Antrag“ (Formular 1140)
  • Vereinfachter Antrag auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, sogenannter „Kurzantrag“ (Formular 1142)

Das Formular 1140 kann von allen Antragstellern verwendet werden.

Das Formular 1142 kann nur verwendet werden, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • der Antragsteller hat im Jahr 2019 einen vollständigen Antrag (Formular 1140) oder einen Kurzantrag (Formular 1142) gestellt, der nicht abgelehnt wurde,
  • seit dem letzten vollständigen Antrag (Formular 1140) haben sich beim Antragsteller keine Änderungen bei der Betriebsart, beim Personenkreis und der Anzahl der Bienenvölker ergeben und
  • der Antragsteller ist im Zeitpunkt der Antragstellung und im Zeitpunkt der Verwendung der Energieerzeugnisse kein Unternehmen in Schwierigkeiten i.S.v. Art. 1 Abs. 4 Buchstabe c) i.V.m. Art. 2 Nr. 18 der VO (EU) Nr. 651/2014 vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Art. 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union – „Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung“ (AGVO; ABl. L 187 vom 26. Juni 2014, Seite 1) bzw. der Randnummer 16 der Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen 2014-2020 (UEBLL; ABl. C 200 vom 28. Juni 2014, Seite 1) in Verbindung mit den Randnummern 20 und 24 der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (RuU-LL; ABl. C 249 vom 31. Juli 2014, Seite 1).

Die Formulare 1140 und 1142 werden als elektronische Formulare (1140_Elektronisch, 1142_Elektronisch) sowie als PDF-Dokumente (1140_Papier, 1142_Papier) angeboten.

Die PDF-Dokumente können lediglich blanko ausgedruckt werden. Ein elektronisches Ausfüllen am Computer ist nicht möglich.

Elektronische Formulare

Die Zollverwaltung stellt den Betrieben der Land- und Forstwirtschaft die elektronischen Antragsformulare 1140 und 1142 zur Verfügung.

Bei Nutzung der elektronischen Formulare kann zwischen zwei Möglichkeiten gewählt werden:

  • Der Entlastungsantrag (Formular 1140 bzw. 1142) kann am Computer ausgefüllt und anschließend online dem zuständigen Hauptzollamt übermittelt werden (elektronische Datenerfassung mit elektronischer Datenübermittlung).
  • Der Entlastungsantrag (Formular 1140 bzw. 1142) kann am Computer ausgefüllt, ausgedruckt und anschließend auf dem Postweg an das zuständige Hauptzollamt geschickt werden (elektronische Datenerfassung ohne elektronische Datenübermittlung).

    Elektronische Datenerfassung mit elektronischer Datenübermittlung

    Der Entlastungsantrag kann, systemseitig unterstützt von den Online-Funktionalitäten, am Computer ausgefüllt werden. Anschließend wird der ausgefüllte Antrag elektronisch dem zuständigen Hauptzollamt übermittelt (Online-Antrag).

    Nach elektronischer Übermittlung des Online-Antrags wird automatisiert ein komprimierter Antrag erzeugt. Dieser muss ausgedruckt und unterschrieben dem zuständigen Hauptzollamt übersandt werden. Die elektronische Übermittlung des Online-Antrags ist nicht ausreichend.

  • Elektronische Datenerfassung ohne elektronische Datenübermittlung

    Der Entlastungsantrag kann am Computer ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden.

    Bei der elektronischen Datenerfassung ohne elektronische Datenübermittlung können die Online-Funktionalitäten nur eingeschränkt genutzt werden.

    Beizufügende Unterlagen

    1. Bei erstmaliger Antragstellung sind dem Formular 1140 folgende Unterlagen beizufügen:
      • Quittungen oder Lieferbescheinigungen über die zu begünstigten und nicht begünstigten Zwecken bezogenen Energieerzeugnisse
      • Aufzeichnungen für alle begünstigten Fahrzeuge und Maschinen, aus denen das Datum und der Umfang der ausgeführten Arbeiten sowie die Raummenge der verbrauchten Energieerzeugnisse ersichtlich sind (soweit der Antragsteller dazu verpflichtet ist)
      • von Imkereien eine Völkermeldung als Nachweis über die Anzahl der Bienenvölker (Formular ZSA 143)
      • Bescheinigungen über Lohnarbeiten und Nachbarschaftshilfe und das dabei verbrauchte Gasöl (Formular ZSA 148)

      Bei Folgeanträgen mittels Formular 1140 bzw. 1142 sind die Unterlagen nur auf Verlangen des Hauptzollamts vorzulegen.

    2. Die Steuerentlastung nach § 57 EnergieStG gilt als staatliche Beihilfe. Daher sind die beihilferechtlichen Vorgaben zu beachten.

      Nähere Informationen enthält das Merkblatt „Staatliche Beihilfen“ (Formular 1139a).

      Beihilferechtliche Vorgaben

    Quittungen und Lieferbescheinigungen

    Die Quittungen und Lieferbescheinigungen über die zu begünstigten und nicht begünstigten Zwecken bezogenen Energieerzeugnisse müssen die Anschriften des Empfängers und des Lieferers, das Datum der Lieferung, die gelieferte Menge und den zu zahlenden Betrag enthalten.

    Tankbelege gelten auch ohne die Anschrift des Empfängers als Lieferbescheinigung, wenn sie die übrigen Angaben enthalten.

    Bescheinigungen über Lohnarbeiten und Nachbarschaftshilfe

    Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, die für andere land- und forstwirtschaftliche Betriebe begünstigte Arbeiten ausführen (z.B. Lohnbetriebe, Betriebe von Genossenschaften und Maschinengemeinschaften, Wasser- und Bodenverbände), sind für das bei diesen Arbeiten verwendete Gasöl nicht entlastungsberechtigt, auch wenn sie es selbst bezogen haben. Dies gilt auch für begünstigte Arbeiten, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ausgeführt werden.

    Das dabei verbrauchte Gasöl gilt als vom Auftrag gebenden land- und forstwirtschaftlichen Betrieb verwendet. Nur dieser ist für das Gasöl entlastungsberechtigt.

    Für diese Fälle muss sich der entlastungsberechtigte Betrieb der Land- und Forstwirtschaft vom Betrieb, der die begünstigten Arbeiten ausgeführt hat, eine Bescheinigung mit folgenden Angaben ausstellen lassen:

    • Anschrift des entlastungsberechtigten Betriebs der Land- und Forstwirtschaft (Auftraggeber)
    • Anschrift des ausführenden Betriebs (z.B. Lohnbetrieb)
    • Datum, Art und Umfang der ausgeführten Arbeiten
    • verbrauchte Gasölmenge
    • Rechnungsbetrag

    Als Bescheinigung kann das Formular ZSA 148 genutzt werden.

    Es ist jedoch auch möglich, dass die geforderten Angaben z.B. auf der Rechnung angebracht werden.

    Die Ausstellung einer Jahresbescheinigung ist möglich. Die einzelnen Arbeiten müssen jedoch mit dem jeweiligen Datum aufgelistet werden.

    Für die bei begünstigten Arbeiten verwendeten Pflanzenöl- und Biodieselmengen muss keine Bescheinigung ausgestellt werden, da der ausführende Betrieb hierfür selbst entlastungsberechtigt ist.

    Ansprechpartner

    Geänderte Zuständigkeiten seit 1. Januar 2019: Die Bearbeitung der Anträge auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft von Antragstellern mit Sitz in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein erfolgt seit dem 1. Januar 2019 durch das Hauptzollamt Dresden. Die Kontaktdaten finden Sie in unserer Dienststellensuche (siehe unten).

    Dienststellensuche

    Zur Ermittlung des zuständigen Ansprechpartners bei Fragen zu Ihrem Antrag auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (sogenannte Agrardieselvergütung) nutzen Sie bitte die folgende Suche.

    Agrardieselvergütung