Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft: Sichbarkeit, Anerkennung und Perspektiven

Im Rahmen des internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft, ausgerufen von den Vereinten Nationen (UN), rückt weltweit die bedeutende Rolle von Frauen in landwirtschaftlichen Systemen in den Mittelpunkt. Frauen tragen entscheidend zur Ernährungssicherung, zur nachaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und zur wirtschaftlichen Stabilität ländlicher wie urbaner Räume bei. Sie sind in allen Bereichen der Landwirtschaft aktiv; von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zu Betriebsführung, Vermarktung und Innovation! Gleichzeitig stehen Frauen in der Landwirtschaft nach wie vor vor strukturellen Herausforderungen, etwa beim Zugang zu Land, Kapital, Bildung oder Führungspositionen. Das internationale Jahr setzt daher ein wichtiges Zeichen für Anerkennung, Gleichstellung und die STärkung weiblicher Perspektiven in der Landwirtschaft.

Diese globalen Themen sind auch in der Freien und Hansestadt Hamburg von großer Bedeutung. In der Hansestadt zeigt sich die Vielfalt weiblichen Engagements in der Landwirtschaft in besonderer Weise. Frauen prägen landwirtschaftliche Betriebe, den Gartenbau, die urbane Landwirtschaft sowie nachhaltige Ernährungs- und Vermarktungsinitiativen. In einem stark urban geprägten Umfeld verbinden sie traditionelle landwirtschaftliche Arbeit mit neuen Ansätzen in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität, Regionalität und Verbraucherbildung und Absatzförderung. Frauen inder Hamburger Landwirtschaft stehen exemplarisch für die Verbindung globaler Ziele mit lokalen Lösungen: INNOVATIV, VERANTWORTUNGSVOLL und ZUKUNFTSORIENTIERT!

Ein besonderes Beispiel für weibliche Innovationskraft in der Landwirtschaft der Region Hamburg ist Theresa Thiele (Obstbäuerin, Mutter und Betriebsleiterin im Alten Land). Gemeinsam mit Ihrem Ehemann Cord hat sie die Obstbaubetriebe ihrer Eltern übernommen, die insgesamt rund 150 000 Obstbäume und Beerenstrücher umfassen. Dabei führt Theresa den Betrieb in achter Generation wieter und verbindet traditionelle Obstbaukultur mit modernen, zukunftsorientierten Ansätzen.

Theresa Thiele mit Ihrem Vater Rolf Meyer und Ihrer Mutter Beke Meyer. Foto: Ackern für Hamburg

Ein zentrales Anliegen von Ihr ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln so weit wie möglich zu reduzieren, indem sie moderne Wetterstationen und Prognoseprogramme nutzt und verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte der Bäume ausprobiert. Gleichzeitig setzt sie auf Technik und Präzision, um Bewässerung, Ernte und Pflege der OBstplantage effizeint und ressourcenschonend zu steuern.

DIeses Engagement steht stellvertretend für die Vielfalt und Leistungsfähigkeit von Frauen in der Landwirtschaft!!!

Bianka Heine mit einem Ihrer Hühner in der Legehennenhaltung. Foto.S. Meyer

Generalsekretärin des DBV Frau Sabet in Hamburg zu Besuch
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