Sommerausflug 2022 des Bauernverbandes Hamburg

Der Bauernverband Hamburg lud auch in diesem Jahr seine Mitglieder wieder zu einem Sommerausflug ein.

In diesem Jahr wurde das schöne Pinneberger Umland erkundet. Bei schönstem Sommerwetter startete der Sommerausflug am 23.06.2022 um 10 Uhr am Brennerhof in Hamburg. Präsident Martin Lüdeke begrüßte die Teilnehmer und dann ging es mit dem Reisebus in Richtung Pinneberg. Das erste Ziel war der elterliche Betrieb von der neuen Geschäftsführerin Alica Huckfeldt in Heede. Der Betrieb von Bernd Huckfeldt wurde im Jahr 2013 von Milchviehhaltung auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Seit 2 Jahren ist der Betrieb auf eine biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Herr Huckfeldt begrüßte die Reisegruppe herzlich und berichtete davon, was in den letzten 320 Jahren auf dem Hof der Huckfeldt’s passiert war, denn so lang befindet sich dieser bereits in Familienbesitz. Nach einer ersten Gesprächsrunde wurde ein kleiner Snack um „Melkhus“ der Familie Huckfeldt eingenommen. Dies ist ein kleines Fahrradcafé, welches die Familie seit gut 10 Jahren im Zuge der Einkommensdiversifizierung betreibt.

Kleine Snackpause am ,,Melkhus“ der Familie Huckfeldt

Danach ging es mit dem Reisebus in die anliegenden Heeder Tannen. Denn dort befinden sich die meisten Flächen vom Hof. Herr Huckfeldt berichtete von der Geschichte der Heeder Tannen und des naheliegenden Moores. Anschließend wurde der „Heeder Damm“ besucht. Die kleine Gemeinde Heede verfügt bis heute über einen eigenen Gasthof. Dort wurde ein reichhaltiges Schnitzel- Roastbeef- und Matjesbuffet angeboten.

Mittagspause im Gasthof der Gemeinde Heede

Wenig später wurde der nur 10 Kilometer entfernte Betrieb von Björn Bonnhoff besucht. Familie Bonnhoff betreibt eine Biogasanlage und macht Ackerbau. Björn Bonnhoff berichtete von der Geschichte des Hofes und der Umstellung von Milchviehwirtschaft auf Ackerbau und Biogas. Herr Bonnhoff erzählte, dass es auch in diesen Bereichen enorme Personalmängel gibt und die Auflagen gerade im Biogasbereich extrem verschärft werden. Die Reisegruppe durfte sich die komplette Biogasanlage anschauen, was für alle sehr interessant war, da Herr Bonnhoff alle Prozesse gut und verständlich erklärt hat.

Besichtigung der Biogasanlage Von Herrn Bonnhoff

Am Schluss wurde noch der „Almthof“ in Appen besucht. Dieser wird von der Familie Pein bewirtschaftet. Es werden dort 220 Milchkühe gehalten. Der Almthof verfügt ebenfalls über ein Hofcafé. An 200 Tagen im Jahr können sich Verbraucher dort anschauen, wie konventionelle Landwirtschaft funktioniert. Im Jahr besuchen über 50.000 Leute den Almthof. Dieses Konzept ist deutschlandweit einzigartig. Hauke Pein gab Einblicke in die positiven und negativen Aspekte dieses Konzeptes. Der Besuch endete mit einem Besuch im Hofcafé bei Kaffee und Kuchen.

Almthof in Appen mit Führung von Herrn Pein bei seinen 220 Milchkühen

Gegen 18 Uhr traf die Reisegruppe wieder am Brennerhof ein. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es ein schöner und informativer Ausflug war.

Unser Dankeschön gilt unserem Sponsor, der LVM – Versicherung, insbesondere unserem Ansprechpartner vor Ort, der LVM-Agentur Thomas Oelrich. Ohne deren Unterstützung wäre dieser gelungene Ausflug nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür.

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Weniger Gülle – mehr Gärreste aus Biogasanlagen auf Deutschlands Feldern

DBV- Pressemitteilung vom 17.08.17

Neue Daten der Agrarstrukturerhebung veröffentlicht

(DBV) Auf Deutschlands Feldern wurde im Jahr 2015 weniger Gülle ausgebracht als 2010.

An flüssigen Wirtschaftsdüngern (Gülle, Jauche und Biogas-Gärrest) verwendete die Landwirtschaft 2015 rund 208 Mio. m3 auf den Feldern zur Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen. Einzeln betrachtet ist bei Rinder- wie auch bei Schweinegülle eine Abnahme zu verzeichnen, wohingegen sich die Menge der ausgebrachten Gärreste aus Biogasanlagen von 2010 bis 2015 von 32 auf 64 Mio. m3 verdoppelt hat. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Menge an Wirtschaftsdüngern damit insgesamt leicht um 17 Mio. m3 erhöht. Dies geht aus aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes über die Agrarstrukturerhebung 2016 hervor, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte.

Für die Erhöhung bei den Gärresten gibt es einen guten Grund, erklärte der DBV. Biogasanlagen erfüllen mit der Vergärung von Gülle einen wichtigen Klimaschutzbeitrag, da aus der Gülle austretende Klimagase aufgefangen und zur Energieerzeugung genutzt werden. Durch den Ersatz fossiler Energien und vermiedener Treibhausgasemissionen aus Gülle konnten so in den vergangenen Jahren jährlich rund 15 Mio. t CO2 eingespart werden. Auch sind die Geruchsemissionen bei der Ausbringung von Gärresten in der Regel deutlich geringer. Gärreste aus Biogasanlagen hatten 2015 den zweitgrößten Anteil an den ausgebrachten flüssigen Wirtschaftsdüngern, nach Rindergülle mit 109 Mio. m3 und vor Schweinegülle mit 31 Mio. m3. Daneben wurden 24 Millionen Tonnen Festmist auf den Feldern ausgebracht.

„Die Daten zeigen, dass die pauschale Behauptung von Teilen der Wasserwirtschaft, wir hätten es mit einer wachsenden „Gülleflut“ in Deutschland zu tun, so nicht stimmt“, betonte Udo Hemmerling, stellvertretender Generalsekretär des DBV. „Mit der neuen Düngeverordnung sind dieses Jahr bereits weitere einschneidende Veränderungen zur Nährstoffausbringung in Kraft getreten.“

Biogas stabilisiert Einkünfte in der Landwirtschaft

Kurzmitteilung

Biogas stabilisiert Einkünfte in der Landwirtschaft

DBV und Fachverband Biogas: Bioenergie geht nicht zu Lasten der Ernährung

Der Deutsche Bauernverband und der Fachverband Biogas weisen angesichts einer global wie national hohen Maisernte 2014 darauf hin, dass sich Befürchtungen als unbegründet erwiesen haben, der Ausbau der Bioenergie in Deutschland ginge zu Lasten der Ernährung. In Deutschland konnten die Landwirte laut amtlicher Ernteschätzung fast 99 Millionen Tonnen Silomais einfahren. Die Silomaisernte ist damit 20 Millionen Tonnen größer als im vergangenen Jahr, bei einer annähernd gleichbleibenden Anbaufläche von etwas über zwei Millionen Hektar. Auch beim Körnermais geht das Statistische Bundesamt von einer erheblichen höheren Ernte aus – und das obwohl die Anbaufläche um knapp 20.000 Hektar niedriger war als im Vorjahr. Über 4,7 Millionen Tonnen Körnermais sind auf 480.000 Hektar Anbaufläche gewachsen – ein Plus von 350.000 Tonnen.