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Grüne Woche Spotlights 2022
DBV-Veranstaltungen

Am 18. Januar lädt der Deutsche Bauernverband zum Agrarpolitischen Jahresauftakt ein. Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen.
Neben dem Agrarpolitischen Jahresauftakt sind auch wieder zahlreiche Fachforen geplant. Das vollständige Programm finden Sie weiter unten.
Die Grüne Woche Spotlights 2022 sind ausgewählte Veranstaltungen, die an Stelle der Internationalen Grünen Woche in Berlin stattfinden.

DBV-Veranstaltung
Landwirtschaft und Naturschutz – Zukunft gemeinsam gestalten
27. Januar 2022, 11:00 Uhr bis 13:30 Uhr

Der Erhalt und die Förderung der Biodiversität in der Kulturlandschaft erfordert die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Die Honorierung der Leistungen im Naturschutz für die Landwirte ist hierfür eine wichtige Grundlage. Die Zukunftskommission Landwirtschaft sieht hierin eine erfolgversprechende Strategie für die Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Mit dem gemeinsamen Forum bekräftigen der Deutsche Naturschutzring und der Deutsche Bauernverband stellvertretend für die Umwelt- und Landwirtschaftsverbände der Zukunftskommission Landwirtschaft den Willen und die Bereitschaft, die Herausforderungen der Förderung der Artenvielfalt kooperativ und gemeinsam anzugehen. Anhand von drei konkreten Projekten sollen in dem Forum „Landwirtschaft und Naturschutz – Zukunft gemeinsam gestalten“ erfolgreich erprobte Praxisbeispiele vorgestellt und Möglichkeiten für eine Übertragung der Beispiele in die Praxis diskutiert werden.
11.00 – 11.20 h Begrüßung und Einführung
Joachim Rukwied
Präsident des Deutschen Bauernverbandes
Prof. Dr. Kai Niebert
Präsident des Deutschen Naturschutzrings
11.20 – 12.20 h Praxisbeispiele
1. Dialog und Kooperation am Beispiel des FRANZ Projektes
Jochen Hartmann
Betriebsleiter FRANZ-Betrieb in Lüneburg
Dr. Laura Sutcliffe
F.R.A.N.Z.-Begleitforschung an der Georg-August-Universität Göttingen
2. Kooperativen: Überbetriebliche Koordinierung und Zusammenarbeit im Landkreis Ostprignitz Ruppin
Andreas Bergmann
Landschaftspflegeverband Prignitz Ruppiner Land e.V.
Bettina Teiche
Landwirtin
3. Kooperation am Beispiel des Niederländischen Modells der Naturschutzkooperativen / Projekt der Stiftung Kulturlandschaft ST
Urban Jülich
Betriebsleiter Agro Bördegrün und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt
Dr. Anne Hochbach
Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Börde, Natur- und Umweltamt
12.20 – 13.20 h Diskussion
Tina Andres
Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft BÖLW
Dr. Bettina Hoffmann, MdB
Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Bernt Farcke
Leiter der Abteilung 5 im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Joachim Rukwied
Präsident des Deutschen Bauernverbandes
13.20 – 13.30 h Schlusswort
Joachim Rukwied
Prof. Dr. Kai Niebert
Moderation Stefanie Awater-Esper, Top Agrar
Neujahrsgrußwort 2022
Pressemitteilung

Liebe Bäuerinnen und Bauern,
ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Selten haben wir in so spannenden, schnelllebigen und unbeständigen Zeiten gelebt wie heute. Wir blicken zurück auf ein weiteres Jahr Corona-Pandemie, auf Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und Bildung der neuen Ampel-Regierung sowie auf ein großes Auf-und-Ab an den globalen Märkten und eine beispiellose Betriebsmittelpreissteigerung. Für viele Bauernfamilien war das Jahr 2021 mehr als herausfordernd, für unsere Schweinehalter katastrophal.
Lassen Sie uns dennoch positiv nach vorne blicken. Die deutsche Landwirtschaft steht inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Gleichzeitig befinden wir uns in den ersten Zügen einer neuen Legislaturperiode – mit einer Regierung, die der Landwirtschaft einiges abverlangen wird. Doch die Zeit lässt sich nicht zurück drehen, der Veränderungsprozess wird sich nicht verlangsamen – vielmehr wird er an Geschwindigkeit zunehmen. Und deshalb wollen wir diesen Weg, den wir zum Teil selbst angestoßen haben, entschlossen weitergehen. Veränderungen sind immer auch eine Chance, und so möchte ich jede und jeden von Ihnen ermutigen, sich Veränderungen nicht per se entgegenzustellen. Unser Anspruch als Bauernverband ist klar: Wir wollen die Zukunft der Landwirtschaft gestalten, für und vor allem mit der jungen Generation.
Eine große Herausforderung der kommenden Jahre ist der Umbau der Tierhaltung. Vorab sei eines betont: Es handelt sich hierbei um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Verbraucher, Verarbeiter, Handel und wir Landwirte müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Wichtig ist, endlich eine Lösung zu finden, wie der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Tierwohl und der fehlenden Bereitschaft, diese Leistungen auch entsprechend zu honorieren, aufgehoben werden kann. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die verbindliche Kennzeichnung von Haltungsform und Herkunft. Dass dies im Koalitionsvertrag festgehalten wurde, ist ein positives Signal. Nur so – und mit einem tragfähigen Finanzierungsmodell sowie dem passenden Bau- und Genehmigungsrecht, wofür konsistente Konzepte noch ausstehen – haben unsere Tierhalter eine Zukunftsperspektive. Positiv stimmt zudem, dass Teile des Handels eine Forderung des Deutschen Bauernverbandes aufgenommen haben und sich zur heimischen Tierhaltung bekennen. Zu hoffen bleibt, dass sich dies auch in der Preispolitik widerspiegeln wird.
Beschäftigen wird uns auch der Klimawandel – eine große, wenn nicht sogar die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir haben im vergangenen Sommer gesehen, welch enorme Zerstörungskraft Wetterextreme mit sich bringen können. Umso dankbarer bin ich für die gigantische Solidarität der gesamten Branche, aus der über fünf Millionen Euro für die Flutopfer gespendet wurden.
Beim Klimaschutz müssen wir handeln: Sich lediglich zum 1,5-Grad-Ziel zu bekennen reicht nicht aus. Jetzt heißt es: ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen umsetzen. Für die Landwirtschaft ist aufgrund der klimatischen Herausforderungen, denen wir gegenüber stehen, auch die Anpassung an den Klimawandel essenziell. Hier ist insbesondere die Politik gefragt. Sie muss ermöglichen, dass wir Landwirte zukünftig noch klima-, umwelt- und ressourcenschonender agieren können. Offenheit gegenüber modernen Züchtungsmethoden wäre ein wichtiges Signal, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Landwirtschaft selbst ist längst auf dem richtigen Weg und leistet ihren Beitrag. Jetzt heißt es weiter optimieren.
Wenn wir über Zukunft sprechen, darf eines nicht fehlen: Unsere junge Generation von Landwirtinnen und Landwirten. Damit unsere top ausgebildeten und innovativen Nachfolgerinnen und Nachfolger wirtschaftlich auf soliden Beinen stehen können und eine Zukunftsperspektive haben, muss die Politik die Weichen auf Durchfahrt stellen. Sprich: die politischen Rahmenbedingungen müssen es möglich machen, im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ein wichtiger Schritt wäre die ganzheitliche Umsetzung der Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft. Der Deutsche Bauernverband wird sich dafür weiter einsetzen.
Auch werden wir als Bauernverband weiter auf Kooperation setzen. Nicht nur im angewandten Natur- und Umweltschutz auf unseren Feldern, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden ist beiderseitige Kooperation der Schlüssel. Konfrontation und anhaltende Grabenkämpfe sind keine Lösung für die Herausforderungen der Zukunft. Vielmehr sollten wir gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir Landwirtschaft noch ökologischer, aber eben auch ökonomischer gestalten können. Und auch innerhalb der Agrarbranche sollten wir vermehrt auf Gemeinsinn setzen. Die aktuelle Zerrissenheit in der Landwirtschaft stärkt alle, nur nicht die Landwirtinnen und Landwirte selbst.
Eines sollten wir nicht vergessen – insbesondere angesichts zunehmenden Hungers auf der Welt. Wenngleich Supermarktregale hierzulande stets gefüllt sind, so sind es unsere Bauernfamilien, die dieses Privileg Tag für Tag möglich machen. Für diesen unermüdlichen Einsatz möchte ich allen von Ihnen danken. Auch danke ich allen Ehren- und Hauptamtlichen in der Familie des Bauernverbandes, die sich im vergangenen Jahr für unsere Bauernfamilien eingesetzt haben.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2022.
Ihr Joachim Rukwied
Präsident des Deutschen Bauernverbandes
Deutscher Bauernverband zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen
Pressemeldung
Rukwied: Aufbruch, Innovation und Fortschritt – das muss auch für die Landwirtschaft gelten

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, begrüßt den zügigen Abschluss der Koalitionsverhandlungen und stellt in einer ersten Bewertung fest, dass der Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP weitere gewaltige Herausforderungen für die Landwirtschaft beinhaltet:
„Aufbruch, Innovation und Fortschritt sind einige Leitbegriffe aus dem Koalitionsvertrag, die auch für die Agrar- und Umweltpolitik der neuen Bundesregierung gelten müssen. Die deutsche Landwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden und schwierigen Transformationsprozess. Für diese Herausforderungen greift der Koalitionsvertrag nur einen Teil der Empfehlungen auf, die alle gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam in der Zukunftskommission Landwirtschaft erarbeitet haben. Der Umbau kann nur gelingen, wenn er als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gewährleistet.
Die Absicht, eine umwelt- und klimagerechte Landwirtschaft weiterzuentwickeln, die auch den Bauern gute wirtschaftliche Perspektiven bietet, ist zu begrüßen. Es kommt jedoch gerade bei den Vorhaben zum Naturschutz, zur Tierhaltung und zum Pflanzenschutz maßgeblich auf die Umsetzung an. Wichtiges Ziel muss es sein, die heimische Landwirtschaft zu sichern und Strukturbrüche zu verhindern. Die neue Bundesregierung muss auch die Veränderungen, die die deutsche Landwirtschaft in den zurückliegenden Jahren angestoßen hat, positiv begleiten und insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit stärken.“
Positiv bewertet der Deutsche Bauernverband die Pläne zur Haltungsform- und Herkunftskennzeichnung und die Absicht, den Umbau zu höheren Tierwohlstandards zu erleichtern. Zu den unterstützenswerten Aspekten gehört auch die Stärkung des kooperativen Natur- und Artenschutzes sowie der Einstieg in das Bestandsmanagement beim Wolf.
An einigen Stellen des Koalitionsvertrags würde sich der Deutsche Bauernverband mehr Verbindlichkeit wünschen. Einige Themenfelder bieten noch Spielraum für unterschiedliche Interpretationen und bedürfen noch der Präzisierung.
Zuschuss zu Fahrsicherheitstrainings
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
Die Wetterbedingungen im Herbst und Winter erhöhen das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Darum bietet die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) ihren Versicherten einen Zuschuss zum Fahrsicherheitstraining an, wenn dieses nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e. V. (DVR) durchgeführt wird.
Vor allem bei landwirtschaftlichen Zugmaschinen werden Geschwindigkeit, Beschleunigungsleistung und Gespannlänge oft falsch eingeschätzt. Eine regennasse Fahrbahn und schlechte Sichtverhältnisse machen die Verkehrssituation noch unüberschaubarer. Auch wenn der Anteil landwirtschaftlicher Verkehrsteilnehmer gering ist, sind insbesondere Traktor-Anhänger-Gespanne immer wieder in schwere Unfälle mit drastischen Folgen verwickelt.
Aus diesem Grund bietet die LBG Zuschüsse zu Fahrsicherheitstrainings an. Neben Teilnahmen mit Schleppern und LKW werden auch solche mit Transportern, Motorrädern, PKW und auf Anfrage auch mit Spezialmaschinen, zum Beispiel Erdbaumaschinen, gefördert.
Wer Gefahren besser einschätzen kann und weiß, wie im Ernstfall zu reagieren ist, kann Unfälle leichter vermeiden. In Fahrsicherheitstrainings können die Teilnehmer bei simulierten Wetterbindungen üben, mit Eis, Schnee und Regen auf der Straße sicher umzugehen. Auch das richtige An- und Abkuppeln von Gespannen sowie das Rangieren mit den landwirtschaftlichen Maschinen kann geübt und gefestigt werden.
Jeder Betrieb kann hierfür einmal jährlich einen Zuschuss beanspruchen. Dabei ist zu beachten: Die Kosten eines Trainings sind von den Betrieben komplett an den Veranstalter zu zahlen. Der Zuschuss wird von der LBG nur an den Mitgliedsbetrieb gezahlt. Die Trainings können je nach Fahrzeugart mit den Höchstbeträgen von 50 bis 150 Euro gefördert werden.
Der Zuschuss kann unter Angabe der Teilnehmerzahl des Betriebes und dessen Mitgliedsnummer sowie der Fahrzeugart und des Programms des Anbieters formlos per Fax an 0561 785-219068 oder per E-Mail an foerderung_praevention@svlfg.de beantragt werden.
Auf der Internetseite www.dvr.de/praevention/trainings/anbieter-von-sicherheitstrainings sind die Trainingsplätze nach den DVR-Richtlinien zu finden. Unter www.svlfg.de/unfallfrei-unterwegs-mit-landwirtschaftlichen-fahrzeugen bietet die SVLFG weitere Tipps zur Sicherheit im Straßenverkehr an.
SVLFG
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Geflügelpest
Nachweis bei einem Wildvogel in Hamburg
15. November 2021 16:15 Uhr
Nachdem in Norddeutschland bei immer mehr Wildvögeln und auch in Tierhaltungen der Geflügelpest-Erreger nachgewiesen wurde, gibt es nun auch in Hamburg den ersten positiven Nachweis in diesem Herbst bei einer Möwe. Das Tier wurde auf dem Fischmarkt aufgefunden und der Ausbruch der Geflügelpest am 15.11.21 nach Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut festgestellt. Zum Schutz der Geflügelbestände gilt bereits seit 6. November 2021, eine Stallpflicht für Geflügel. Zudem sollen Hamburger:innen Funde toter Vögel über eine 24-Stunden-Hotline melden.
In Hamburg gilt wieder die Stallpflicht
Mit der hamburgweiten Stallpflicht soll verhindert werden, dass die Geflügelpest auf Tierbestände übergreift. Die Maßnahme trat am 6. November, in Kraft. Sie betrifft Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Diese dürfen bis auf weiteres nur in geschlossenen Ställen oder in entsprechend gesicherten Vorrichtungen gehalten werden. Die Stallpflicht gilt unabhängig von der Betriebsart oder -größe, also auch für Hobbyhaltungen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Die entsprechenden Verfügungen der Bezirke finden Sie hier.
Die Stallpflicht senkt das Risiko einer Übertragung der Geflügelpest auf Geflügelbestände deutlich. Im Fall eines Ausbruchs in einem Bestand müssten die betroffenen Tiere getötet werden. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz fordert Tierhalter:innen auf, die Biosicherheitsmaßnahmen (z.B. Wechseln der Schuhe vor Betreten der Stallungen, Futter vor Vogeleinflug schützen etc.) konsequent einzuhalten.
Wer viele tote Vögel an einem Ort entdeckt oder
größere Vögel wie Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel tot auffindet,
sollte dies melden. In Hamburg wurde dafür eine Hotline unter der
Telefonnummer 040 42837-2200 eingerichtet, die rund um
die Uhr zu erreichen ist. Die gemeldeten Vögel werden eingesammelt und
zur Untersuchung gebracht. Nur so lässt sich herausfinden, ob ein Vogel
am Vogelgrippe-Virus gestorben ist.
Darüber hinaus werden Jäger:innen gebeten, die Jagd auf Wassergeflügel einzuschränken, um infizierte Tiere nicht aufzuschrecken. Nach Kontakt mit Wildvögeln sollten sie zudem Geflügelhaltungen in den nachfolgenden 48 Stunden nicht betreten.
Sollten vermehrt Befunde von Geflügelpest bei Wildvögeln auftreten, können weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Sollten vermehrt Befunde von Geflügelpest bei Wildvögeln auftreten, können weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Zusätzliche Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:
- Friedrich-Loeffler- Institut (FLI): https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
- Tagesaktuelle Fallzahlen finden Sie hier: https://tsis.fli.de/Reports/Info.aspx
- Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/Themen/Landwirtschaft/Gefluegelpest/Gefluegelpest/gefluegelpest.html
- Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES): https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/aviare-influenza-190642.html
- Robert Koch Institut (RKI): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/ZoonotischeInfluenza/Vogelgrippe.html
Die entsprechenden Verfügungen der Bezirke finden Sie hier:
- Altona
https://www.hamburg.de/altona/pressemitteilung/15572142/allgemeinverfuegung-gefluegelpest/ - Bergedorf
https://www.hamburg.de/bergedorf/bezirksamt-und-service/15577990/stallpflicht-fuer-gefluegel/ - Eimsbüttel
https://www.hamburg.de/eimsbuettel/aktuelle-themen/14609190/gefluegelpest/ - Hamburg-Harburg
https://www.hamburg.de/harburg/pressemeldungen/15572262/allgemeinverfuegung-gefluegelpest/ - Hamburg-Mitte
https://www.hamburg.de/mitte/pressemitteilungen/15572122/allgemeinverfuegung-vogelgrippe/ - Hamburg-Nord
https://www.hamburg.de/hamburg-nord/pressemitteilungen-hamburg-nord/15567414/gefluegelpest/ - Wandsbek
https://www.hamburg.de/wandsbek/wirtschaft-und-verbraucherschutz/15577824/tierseuchenrechtliche-allgemeinverfuegung-gefluegelpest-aufstallungspflicht-2021-11-04/
Quelle: hamburg.de
Geflügelpest Aufruf zur erhöhten Wachsamkeit 29. Oktober 2021
In Schleswig-Holstein wurde erstmals nach dem Sommer bei einem Wildvogel das Virus der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) nachgewiesen. Weitere positive Nachweise folgten auch in anderen Bundesländern, u.a. in unmittelbarer Nähe zu Hamburg. Inzwischen ist auch der Ausbruch in einer Gänsehaltung in Schleswig-Holstein festgestellt worden. In Hamburg traten bislang noch keine HPAI-positiven Funde auf.
Entsprechend der aktuellen Risikoeinschätzung des
Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wird das deutschlandweite Risiko für
weitere Einträge in Geflügelhaltungen als hoch eingestuft. Daher sollten
alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in Hamburg sehr wachsam
sein und sich zudem auf eine baldige Aufstallungspflicht vorbereiten.
Wir fordern alle Tierhalterinnen und Tierhalter auf, verstärkt auf die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen zu achten, um Ausbrüche in Geflügelbeständen weiter zu verhindern. Darüber hinaus werden auch Jägerinnen und Jäger gebeten, die Jagd auf Wassergeflügel einzuschränken, um infizierte Tiere nicht aufzuschrecken. Außerdem sollten Jägerinnen und Jäger nach einem Kontakt mit Wildvögeln Geflügelhaltungen in den nächsten 48 Stunden nicht betreten.
Hintergrund
Die Aviäre Influenza, bekannt als Geflügelpest oder Vogelgrippe, ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Vögeln, an der in Einzelfällen jedoch auch andere Spezies erkranken können.
Jedes Jahr im Spätherbst und zu Beginn des Winters steigt die Gefahr der Einschleppung des Geflügelpestvirus. Der Grund sind Zugvögel, die das Virus auf ihrer Reise nach Europa eintragen können. Viele von ihnen erkranken nicht oder weisen nur sehr geringe Krankheitssymptome auf.
Es kommt aber auch bei Wildvögeln zu Todesfällen. Durch den Kontakt zu infizierten Vögeln oder zu infektiösem Kot sowie durch ungenügende Biosicherheitsmaßnahmen kann das Virus dann in Haus- und Nutzgeflügelbestände eingeschleppt werden und dort zu hohen Tierverlusten führen.
Sollten vermehrt Befunde von Geflügelpest bei Wildvögeln auftreten, können weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Zusätzliche Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:
- Friedrich-Loeffler- Institut (FLI): https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
- Tagesaktuelle Fallzahlen finden Sie hier: https://tsis.fli.de/Reports/Info.aspx
- Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/Themen/Landwirtschaft/Gefluegelpest/Gefluegelpest/gefluegelpest.html
- Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES): https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/aviare-influenza-190642.html
- Robert Koch Institut (RKI): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/ZoonotischeInfluenza/Vogelgrippe.html
Fragen und Antworten zur Geflügelpest
Was ist die Vogelgrippe bzw. Geflügelpest?
Das Wort „Vogelgrippe“ bezeichnet eine Geflügelerkrankung durch Vogel-Influenzaviren, die so genannte Aviäre Influenza. Diese Viren kommen natürlicherweise bei Geflügel vor und sind häufig harmlos. Es entstehen aber immer wieder neue Varianten, die beim Geflügel tödliche Erkrankungen hervorrufen können. In der Tiermedizin unterscheidet man zwischen Vögel stark krankmachenden (hochpathogenen) und wenig krankmachenden (niedrigpathogenen) Vogelinfluenzaviren. Der Begriff Geflügelpest bezieht sich auf die hochpathogenen Aviäre Influenza-Viren, wie sie vom Typ H5N1 oder H5N8 auftreten. Diese können bei Hausgeflügel wie Hühnern schwere Schäden an den Tierbeständen verursachen, da ein Großteil des infizierten Geflügels an der Krankheit verendet. Bei Kontakten zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel, wenn zum Beispiel beide im gleichen Gebiet nach Nahrung suchen, kann es zu einer Übertragung des Virus kommen. Das Virus kann aber auch von frei lebenden Wildtieren, Insekten, Schadnagern und auch von Menschen und Transportfahrzeugen, die nur mangelhaft gereinigt und desinfiziert wurden, weiter verbreitet werden. Sowohl das Auftreten der hochpathogenen als auch der niedrigpathogenen Form des Aviären Influenza-Virus ist anzeigepflichtig und wird durch Maßnahmen nach der Geflügelpest-Verordnung bekämpft.
Ist die Geflügelpest für Menschen gefährlich?
Eine Infektion des Menschen mit H5N8-Viren wurde Ende 2020 erstmals in Russland nachgewiesen. Wie bei allen Geflügelpestviren sind erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit potenziell infiziertem Geflügel und Wildvögeln einzuhalten. In Deutschland sind laut RKI bislang keine Erkrankungen beim Menschen mit Vogelgrippeviren aufgetreten.
Welches Geflügel kann an der Geflügelpest erkranken?
Grundsätzlich können alle Vogelarten an der Hochpathogenen Aviären Influenza (klassischen Geflügelpest) erkranken. Hühner und Puten sind besonders empfänglich. Auch bestimmte Wildvögel sind sehr empfänglich, vor allem Wassergeflügel (Schwäne, Enten, Gänse und Möwen), Greifvögel wie Habichte und Bussarde sowie aasfressende Vögel wie Krähen. Andere Vogelgruppen wie zum Beispiel Tauben können das Virus in sich tragen, spielen aber eine untergeordnete Rolle bei der Verbreitung des Virus und erkranken i.d.R. nicht.
Quelle:
Behörde für Justiz und Verbraucherschutz Hamburg
Neue BZL-Broschüre „Erbsen und Ackerbohnen anbauen und verwerten“
Gut bebildert und praxisnah beschreibt die neue Publikation des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) die ökonomischen Aspekte und die Verwendung von Erbsen und Ackerbohnen als eiweißreiche Futtermittel. Anhand von Praxisbeispielen werden zudem neue Vermarktungswege dieser Leguminosen als Rohstoff für Lebensmittel vorgestellt. Die kostenfreie Broschüre kann im BLE-Medienservice als PDF bezogen werden (Bestellnummer: 1308).

Quellenangabe „BLE“
Die Publikation richtet sich an Praxis, Beratung, und Lebensmittelwirtschaft. Sie stellt das Wissen und die Erfahrungen der Akteure und Akteurinnen des Demonstrationsnetzwerks Erbse/Bohne zusammen, das in der Eiweißpflanzenstrategie gefördert wird.
Auf www.praxis-agrar.de stellt das BZL zusätzliche Informationen zum Anbau von Körnerleguminosen bereit: Hier gibt es beispielsweise einen aktuellen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Erbsen und Ackerbohnen.
Gut für Klima, Umwelt und Boden
Ackerbohnen und Erbsen sind wahre Alleskönner: Für den landwirtschaftlichen Betrieb trägt der Anbau von Körnerleguminosen zur Bodenverbesserung und zum verbesserten betrieblichen Nährstoffmanagement bei. Durch die Erweiterung der Fruchtfolgen wird die Biodiversität gefördert.
Als heimisches Eiweißfuttermittel helfen sie Soja-Importe zu verringern und tragen somit zur Reduktion von schädlichen Treibhausgasen bei.
Auch in der menschlichen Ernährung sind Erbsen und Ackerbohnen vielseitig einsetzbar, beispielsweise als ballaststoffreiche Zutat in Brot, als Snack oder als vegetarische Alternative zu Fleisch.
Broschüre „Erbsen und Ackerbohnen anbauen und verwerten“
https://www.ble-medienservice.de/1308/erbsen-und-ackerbohnen-anbauen-und-verwerten?number=1308
Moorschutz mit Freiwilligkeit, Verlässlichkeit und Förderung umsetzen

Bauernverband zur Unterzeichnung der Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Moorschutz
Pressemitteilung
Anlässlich der Unterzeichnung der Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Moorbodenschutz durch die beiden Bundesministerinnen Klöckner und Schulze betont der Deutsche Bauernverband: Die geplante großflächige Wiedervernässung von Moorstandorten kann nur in Kooperation mit den Menschen in den betreffenden ländlichen Räumen und insbesondere den landwirtschaftlichen Betrieben angegangen werden. Dabei dürfen nur freiwillige und einvernehmliche Lösungen umgesetzt werden. Die Tragweite dieses Vorhabens wird bisher unterschätzt: Es geht um Standorte, die mit staatlicher Unterstützung über Jahrhunderte und bis in die jüngere Vergangenheit hinein für die Landwirtschaft zur Sicherung der Ernährung urbar gemacht wurden, um mehr als eine Million Hektar landwirtschaftlicher Flächen, um ländliche Infrastruktur, Siedlungen und ganze Dörfer. Moorschutz steht und fällt mit den wirtschaftlichen Perspektiven für die Betriebe und für die betroffenen Regionen. Langfristige Planungen, volle Transparenz und umfassende Beteiligung der betroffenen Landwirte und Grundeigentümer sind unverzichtbar.
Die Bund-Länder-Zielvereinbarung erkennt die Brisanz des Themas und die Notwendigkeit einer einvernehmlichen Lösung mit den betroffenen Bürgern, Grundeigentümern und Landwirten an. Landwirtschaftliche Betriebe brauchen eine langfristige und verlässliche Einkommensperspektive und Möglichkeiten zur Fortführung der landwirtschaftlichen Nutzung, zum Beispiel mit einem gesteuerten Wasserstandsmanagement. Bundes- und Landesregierungen werden sich daran messen lassen müssen, ob die Zusagen der Vereinbarung zum Moorbodenschutz eingehalten werden. Dazu braucht es allerdings mehr Substanz und Verbindlichkeit als beispielsweise 5-jährige Umweltprogramme zum Anbau von Paludikulturen. Die Freiwilligkeit darf ebenfalls nicht konterkariert werden, indem die Nutzung von Moorbodenstandorten zunehmend ordnungsrechtlich oder über Vorgaben der europäischen Agrarpolitik eingeschränkt wird und die Landwirte und Grundeigentümer schleichend aus der Nutzung verdrängt und enteignet werden.