Bauernverband Hamburg feiert gelungenen 3. Bauerntag

Erster Bürgermeister Olaf Scholz gratuliert Ehrenpräsident Heinz Behrmann

Der dritte Hamburger Bauerntag war ein voller Erfolg. Bei herrlichstem Sonnenschein konnten die Organisatoren des Bauernverbandes Hamburg am 14.Juni 2017 neben den vielen eigenen Mitgliedern zahlreiche prominente Gäste begrüßen. Neben Gastredner Werner Schwarz (Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes) sind die Präsidenten Karsten Schmal (Hessischer Bauernverband), Detlef Kurreck (Bauernverband Mecklenburg- Vorpommern), Hilmer Garbade (Bremischer Bauernverband) sowie Vizepräsident Peter Lüschow (Bauernverband Schleswig-Holstein angereist. Zahlreiche Vorsitzende der benachbarten Kreisverbände aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein waren ebenso gekommen wie Vertreter aus der Politik, den Behörden und befreundeten Verbänden. Alle wollten vor allem eines – unserem langjährigen Präsidenten Heinz Behrmann die Ehre erweisen und gemeinsam mit Ihm seine Ernennung zum Ehrenpräsidenten feiern.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Der Besuch des Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg wurde dabei als besondere Ehre und Zeichen seiner Anerkennung für die Leistungen der Hamburger Landwirtschaft und seines Verbandes empfunden. Dies war mittlerweile das dritte Treffen des BVHH mit dem Ersten Bürgermeister innerhalb eines Jahres. Das Olaf Scholz ausgerechnet am Tag des Hamburger Bauerntages seinen 59sten Geburtstag feierte, wurde typisch hanseatisch auf charmante Art nur so ganz nebenbei zur Kenntnis genommen.

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Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Trotz der langen Liste der vortragenden Redner wurde der Abend von allen Gästen und Besuchern durchweg als äußerst kurzweilig empfunden.

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Die Moderation des Bauerntages übernahm Geschäftsführer Dr. Carsten Bargmann, der auf humorvolle und kurzweilige Art durch den Abend führte.

 

 

 

 

 

Bürgermeister Olaf Scholz betonte in seinem Grußwort die Leistungen seiner Agrarabteilung und das Bekenntnis der Stadt Hamburg zu seiner Landwirtschaft:  „Hamburg braucht seine Landwirtschaft, Hamburg steht zu seiner Landwirtschaft“.

 

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Bischöfin Kerstin Fehrs betonte in ihrem begeistert vorgetragenen Grußwort die Bedeutung der Bauern für die Sicherstellung qualitativ hochwertiger und so vielfältiger Nahrungsmittel. Sowohl Angela Becker, 1. Vorsitzende des Hamburger Landfrauenverbandes als auch Andreas Kröger, Präsident der Landwirtschaftskammer fanden die richtigen Worte und lobten vor allem die hervorragenden Leistungen, die Heinz Behrmann während seiner Präsidentschaft für den Berufsstand erbracht hat.

 

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Großen Dank und Respekt sprach auch Präsident Martin Lüdeke seinem Vorgänger Heinz Behrmann aus. In seinem äußerst unterhaltsam vorgetragenen Grußwort brachte Martin Lüdeke mit der einen oder anderen Anekdote aus der gemeinsamen Vorstandsarbeit den Saal zum Lachen. So erzählte er von einem „BUS“-Rhetorik-Seminar, in dem jeder Teilnehmer 3 Minuten aus dem Steggreif einen Vortrag über ein per Los gezogenes Thema halten musste. Martin Lüdeke wird es nie vergessen, wie Heinz Behrmann das Los „Italienische Schuhe“ gezogen hat und dann spontan 10 Minuten ohne Unterbrechung über dieses Thema referieren konnte.

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Werner Schwarz erinnerte in seinem Grußwort daran, welche Leistungen Heinz Behrmann auch auf nationaler Ebene für den Deutschen Bauernverband erbracht hat. In seiner achtjährigen Präsidentschaft sind die Verbände in Schleswig-Holstein und Hamburg eng aneinandergerückt. Beide profitieren bis heute sehr stark davon.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Ein sichtlich gerührter Heinz Behrmann hat in seinem Dankeswort noch einmal einen eindrucksvollen Rückblick auf die Zeit seiner Präsidentschaft geworfen. Neben dem Dank an alle Vorstands- und auch die Berufskollegen hat er noch einmal seinen persönlichen Dank an seine Ehefrau Meike sowie seine Kinder für die stete Unterstützung ausgesprochen.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Zur tollen Atmosphäre des Bauerntages passte das anschließende Tischgebet und die Segnung durch die Bischöfin Kerstin Fehrs. Angesteckt durch die gute Stimmung ließ sie es sich nicht nehmen, gemeinsam mit allen Gästen und Besuchern einen gemeinsamen Kanon anzustimmen.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Das gemeinsame Abendessen hat allen Gästen gut gemundet. Trotz einer langen Schlange vor dem Buffet ging es doch recht flott voran. Viele nutzen die Zeit für ein informatives Gespräch mit den zahlreichen Firmen, die ihre Informationsstände auf dem Gelände errichtet haben. Beeindruckend war auch die Ausstellung neuester und modernster Traktoren und Anbaugeräte auf dem Außengelände des Brennerhofes. Die ausstellenden Firmen unterstützen den Hamburger Bauerntag auch finanziell. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Sponsoren.

Nach dem leckeren Essen hielt Werner Schwarz einen topaktuellen Vortrag zu den derzeit aktuellsten Themen der Landwirtschaft. Unter dem Leitsatz „Wegducken geht nicht“ sprach Werner Schwarz brandaktuelle Themen wie Tierwohl, Pflanzenschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Imagepflege an und zeigt Lösungen auf, wie sich die Landwirtschaft dem stellen sollte.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Den offiziellen Teil des Abends beendete Anja Siemers vom Vorstand des BVHH mit einer sehr persönlichen Dankesrede an Heinz Behrmann.

Bauernverband Hamburg © Andre Poling

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Einen Sonderapplaus erhielt das Serviceteam des Bauernverbandes Hamburg. Unter Leitung des Vorstandes Mathias habe die Töchter und Söhne aus den eigenen Reihen des Bauernverbandes den Getränkeservice an diesem Abend gekonnt und äußerst professionell übernommen.

Es ist weit nach Mitternacht geworden, bis die letzten Gäste gegangen. Alle waren sich einig, dass der 3. Hamburger Bauerntag eine erfolgreiche Veranstaltung und äußerst würdige Verabschiedung unsere Ehrenpräsident Heinz Behrmann war. Der Bauernverband Hamburg hofft, dass Heinz Behrmann uns auch zukünftig mit seiner Erfahrung und seinem Rat zur Seite stehen wird

EU-Parlament erkennt Leistungen der Land- und Forstwirtschaft beim Klimaschutz an

DBV Pressemitteilung vom 15.06.17

Bauernverband zur Abstimmung im EU-Parlament zum Klimaschutz

„Die Abstimmung des EU-Parlaments zum Klimaschutz ab 2020 am 14. Juni 2017 bestätigt die im Pariser Klimaabkommen verankerte Sonderrolle der Landwirtschaft für die Ernährungssicherung. Gleichzeitig wird die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft bei der Bindung von Treibhausgasen anerkannt. Zwar ist die tatsächliche Leistung des Sektors deutlich höher als vom EU-Parlament zugestanden, wichtig ist aber, dass erstmals die Leistungen in der Bindung von Kohlendioxid in Böden und Wäldern in der Klimapolitik angerechnet werden.“ So reagierte der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die Abstimmung des EU-Parlaments zur Regelung des Klimaschutzes in den Sektoren Landwirtschaft, Gebäude, Abfall und Verkehr ab 2020.

Die Europaabgeordneten votierten dafür, künftig die Bindung von Treibhausgasen durch land- und forstwirtschaftliche Flächen bis zu einer Höhe von insgesamt 280 Mio. t CO2-Äquivalent auf die Klimaziele der EU anrechnen zu können. Diese Einbeziehung in die Klimapolitik sei ein wichtiger Schritt hin zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, indem eine Balance zwischen Treibhausgasemissionen und -senken bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts angestrebt werde, betonte der DBV. Das EU-Parlament hält daran fest, dass der Klimaschutz die Ernährungssicherung nicht gefährden darf. Auch die Anpassungen an die negativen Folgen des Klimawandels sind zu verstärken.

„EU braucht auch in Zukunft starken Agrarhaushalt“

Pressemitteilung DBv vom 15.06.17

Rukwied trifft EU-Haushaltskommissar Oettinger in Brüssel

„Der Brexit darf nicht einseitig aus dem EU-Agrarhaushalt finanziert werden. Angesichts der Aufgabenfülle muss das Budget für die EU-Agrarpolitik in der Haushaltsperiode 2021 bis 2027 nominal stabil bleiben.“ Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, gegenüber EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger in Brüssel. Auch für die Bürger der EU sei diese Agrarpolitik von großem Nutzen: Mit 32 Cent pro Bürger und Tag würden gesunde Nahrungsmittel, hohe Standards in der Lebensmittelsicherheit, im Umwelt- und Tierschutz sowie intakte, vielfältige Kulturlandschaften und ländliche Räume ermöglicht, betonte Rukwied. Laut einer Eurobarometer-Umfrage spreche sich eine überwältigende Mehrheit der EU-Bürger dafür aus, die Ausgaben für die EU-Agrarpolitik nicht abzusenken.

Die scheinbare Agrarlastigkeit des EU-Haushaltes hat für den DBV seine guten Gründe: Die EU-Agrarpolitik ist nach wie vor der einzige Politikbereich der EU, der voll gemeinschaftlich finanziert wird. Insgesamt machen die Ausgaben für die GAP weniger als 1 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben in der EU aus. Der Anteil der 1. Säule am Gesamtbudget der EU sinkt kontinuierlich und beträgt in der laufenden Haushaltsperiode 28 Prozent, im Jahr 2020 sogar nur noch 26 Prozent. Die Direktzahlungen der 1. Säule sind nach Ansicht des DBV aber eine unabdingbare Einkommensstützung und zudem ein effizientes und relativ einfach umsetzbares System der Risikoabsicherung für die europäische Landwirtschaft. Aufgrund neuer Herausforderungen wie im Klimaschutz, beim Wassermanagement, zur Verbesserung der Biodiversität und der Tierhaltung sowie zur Innovationsförderung und digitalen Entwicklung muss auch die 2. Säule der EU-Agrarpolitik weiterhin finanziell gut ausgestattet bleiben.

 

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„Pflanzenkäse“ darf nicht als Käse vermarktet werden

Pressemitteilung DBV vom 14.06.17

DBV begrüßt EuGH-Urteil

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt das heute vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verkündete Urteil, wonach vegane Produkte nicht unter dem Namen „Käse“ oder „Butter“ verkauft werden dürfen. Die EU-Richter verwiesen nach Medienberichten auf Regelungen im europäischen Recht. Danach genießen natürliche Milchprodukte einen eindeutigen Bezeichnungsschutz.

Der EuGH hat die Entscheidung des Landgerichts Trier vom 24. März 2016 bestätigt, wonach vegane bzw. bestimmte vegetarische Lebensmittel nicht als „Käse“ oder „Cheese“ bezeichnet werden dürfen. Der DBV kritisierte in der Vergangenheit die Praxis einiger Lebensmittelverarbeiter, ein nicht auf Milch basierendes Lebensmittel als „Käse“ zu bezeichnen, obwohl der gesetzliche Bezeichnungsschutz für Milch und Milchprodukte eindeutig ist, aufs Schärfste und forderte die Lebensmittelverarbeiter zu einer geänderten Bezeichnung ihrer Produkte auf. Der EuGH bestätigt die Rechtsauffassung des DBV.

Da es für Fleisch- und Wurstprodukte bisher an einem vergleichbaren Bezeichnungsschutz fehlt und zunehmend vegetarischer und veganer Fleisch- und Wurstersatz mit Begriffen wie Schinken oder Schnitzel auf den Markt kommen, fordert der DBV vom Gesetzgeber hier eine Nachschärfung der Regelungen und ein eindeutiges Bekenntnis zum Original.

„Keine Panikmache in Sachen Trinkwasser“

Pressemitteilung DBV vom 12.06.17

DBV verweist auf Weiterentwicklungen bei der Senkung von Nitrateinträgen

Kein Verständnis für die jüngsten Äußerungen des Umweltbundesamtes zur Nitratbelastung des Grundwassers und zu einem damit verbundenen Ansteigen des Trinkwasserpreises äußerte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, heute in Interviews mit der Deutschen Presseagentur dpa und im Morgenmagazin des Deutschlandfunks.

„Einige Diskussionsteilnehmer waren in den vergangenen sechs Monaten offenbar offline und haben politische Entscheidungen und die Zahlen des Nitratberichts 2016 ausgeblendet“, kritisierte Krüsken im Deutschlandfunk. Der Nitratbericht der Bundesregierung belege deutlich, dass „wir zwar in einigen Regionen an der Nitratbelastung im Grundwasser arbeiten müssen. Es ist aber keine Tendenz erkennbar, dass die Qualität des Grundwassers in Deutschland immer schlechter werde“. Im Gegenteil, immer mehr Messstellen wiesen geringere Nitratgehalte im Grundwasser auf. Deshalb gehe man davon aus, dass Wasserversorger weiterhin keine massiven und zusätzlichen Investitionen in die Aufbereitung tätigen müssten. Wichtiger sei allerdings die neue Dünge-Verordnung, die erhebliche Verschärfungen bringe, aber auch zu einer weiteren Senkung der Nitrateinträge führen werde.

Gegenüber dpa sprach Krüsken von „Panikmache und ungerechtfertigter Verunsicherung der Verbraucher“ durch die Aussagen des Umweltbundesamtes und einiger Umweltorganisationen. Nach dem Bericht der EU-Umweltagentur ist das Grundwasser in 82 Prozent der über 1200 Messstellen in Deutschland in Ordnung. An der Lösung der Problemfälle müssten und würden Landwirtschaft und Wasserwirtschaft kooperativ arbeiten. Auch in Regionen mit hoher Viehdichte würden die Landwirte ihrer umweltpolitischen Verantwortung gerecht werden. Beispielsweise wurde an den Trinkwasserentnahmestellen in Niedersachsen im Rohwasser durchschnittlich 5 mg Nitrat pro Liter gemessen. Dies seien 10 Prozent des Grenzwertes von 50 mg Nitrat/Liter, wie der Bericht des Niedersächsischen Landesbetriebs Wasserwirtschaft über die Trinkwasserschutzkooperationen darlege.

Mit der neuen Dünge-Verordnung sei in der vergangenen Woche „die wohl weitreichendste Überarbeitung der düngerechtlichen Vorschriften der letzten 20 Jahre“ in Kraft getreten, so Krüsken. Die damit verbundenen Beschränkungen und Verbote seien einschneidend für den Landwirt und seine künftige Düngung und würden einen signifikanten Beitrag zur Verringerung der Nitrateinträge ins Grundwasser leisten, erklärte Krüsken gegenüber dpa und im Deutschlandfunk.

 

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Ausbildungszahlen für die „Grünen Berufe“ bundesweit leicht gestiegen

Pressemitteilung DBV vom 12.06.17

Aktivitäten zur Berufsinformation und Nachwuchswerbung mit positiver Auswirkung

Im laufenden Ausbildungsjahr 2016/2017 (Stichtag 31.12.2016) sind die Ausbildungszahlen in den Grünen Berufen mit 13.582 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (+0,9 Prozent im Vorjahresvergleich) leicht gestiegen. In Westdeutschland registrierten die zuständigen Stellen in einer aktuellen Zwischenerhebung 11.090 Neuverträgen (+3,6 Prozent), während sich die Neuverträge in Ostdeutschland mit 2.492 Neuverträgen (-9,2 Prozent) negativ entwickeln. Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) trägt die teilweise schwierige konjunkturelle Entwicklung vor allem in den tierhaltenden Betrieben in den vergangenen Jahren zum Rückgang bei.

 

Im Beruf Landwirt/in gab es bundesweit 4.093 Neuverträge (-3,5 Prozent), davon 3.233 (+/-0 Prozent) in Westdeutschland und 860 (-13 Prozent) in Ostdeutschland. Weiter deutlich rückläufig sind die Ausbildungszahlen im Beruf Tierwirt/in mit insgesamt 332 (-17 Prozent) Neuverträgen, davon 85 (+13 Prozent) im Westen und 247 (-24 Prozent) im Osten. Besonders stark fiel hier die Entwicklung für die Fachrichtung Rinderhaltung mit 205 Neuverträgen aus (-28 Prozent). Im Beruf Fachkraft Agrarservice zeichnete sich mit 280 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein moderater Rückgang gegenüber dem Vorjahr ab (-3,5 Prozent) wohingegen sich der 2013 neu geschaffene Beruf Pflanzentechnologe/-technologin mit insgesamt 36 hauptsächlich im norddeutschen Bereich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen stabil entwickelte.

 

Entgegen der bundesweiten Gesamtentwicklung in allen dualen Ausbildungsberufen mit insgesamt 520.300 Neuverträgen (-0,4 Prozent) entwickelt sich die Ausbildung in den „Grünen Berufen“ trotz der weiter rückläufigen demographischen Entwicklung positiv. Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes wirken sich die laufenden Aktivitäten zur Berufsinformation und Nachwuchswerbung für die landwirtschaftlichen Berufe positiv auf die Ausbildungssituation in den Grünen Berufen aus.

Moderne Milchproduktion vor Ort erleben

DBV-Pressemitteilung vom 24.05.17

Bundesweite Aktionen zum Internationalen Tag der Milch am 1. Juni

 (DBV) Am 1. Juni 2017 ist der „Internationale Tag der Milch“. Aus diesem Anlass werden Milchbauern mit ihren Familien ihre Höfe für Besucher öffnen und zeigen, wie sie ihre Kühe halten, füttern und melken, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. In Zusammenarbeit mit den Landesbauernverbänden und den Landesvereinigungen für Milch wurden informative und unterhaltsame Programmangebote und Mitmach-Aktionen entwickelt, damit die Landwirte im Dialog mit Verbrauchern, Schulklassen, Politikern und Medien über die moderne Milchviehhaltung und -erzeugung „live“ aufklären.

In Deutschland produzieren aktuell rund 69.000 Milchbauern ein ernährungsphysiologisch gesundes und qualitativ hochwertiges Nahrungsmittel. Die Preiskrise in den zurückliegenden zwei Jahren mit nicht mehr kostendeckenden Milcherzeugerpreisen von durchschnittlich unter 30 Cent je Kilogramm ist überwunden. Für 2017 zeichnet sich eine Erholung der Marktlage ab. Nach wie vor werden jedoch von Politik und Handel zunehmend höherer Anforderungen und Standards in der Milchviehhaltung vorgeschlagen und gefordert, die für die Milchbauern meist höhere Produktionskosten bedeuten, ohne dass sich dies in verbesserten Erzeugerpreisen widerspiegelt. Dies wirkt sich zusätzlich auf die strukturelle Entwicklung der Milchviehbetriebe aus. Allein die Preiskrise der vergangenen beiden Jahre hatte eine beschleunigte Aufgabe zahlreicher Milchbauern zur Folge.

Der Deutsche Bauernverband lädt alle Interessierten ein, sich am „Internationalen Tag der Milch“ über die Leistungen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Milchbauern zu informieren und sich ein Bild über den Ernährungswert der Grundnahrungsmittel Milch und Milchprodukte zu informieren.

Informationen zu den bundesweit geplanten Veranstaltungen finden Sie unter www.bauernverband.de/tag-der-milch-2017.

Deutscher Bauerntag 2017 im Zeichen des Wahljahres

DBV-Pressemitteilung vom 24.05.17

Wirtschafts- und agrarpolitische Positionen stehen im Mittelpunkt

(DBV) Der Deutsche Bauerntag 2017 (28. und 29. Juni 2017) wird ganz im Zeichen der Politik und des Wahljahres 2017 stehen. Die Positionierungen der Parteien zur Europa-, Wirtschafts- und Agrarpolitik für die nächste Legislaturperiode sind Schwerpunktthema dieses Bauerntages in Berlin, der unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ steht. Das Wahljahr 2017 bringt wichtige Weichenstellungen für die Bauernfamilien. In der kommenden Legislaturperiode stehen Entscheidungen an über Europas Zukunft, die Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik und die zukünftige Ausrichtung der Tierhaltung in Deutschland. Delegierte und Gäste werden ihre agrarpolitischen Vorstellungen und Positionen mit denen der im Bundestag vertretenden Parteien diskutieren. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird zu Beginn des Deutschen Bauerntages eine Ansprache halten.

Anschließend werden in einer Podiumsdiskussion die Positionen der im Bundestag vertretenden Parteien zur Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzpolitik vorgestellt und erörtert. Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Marlene Mortler, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Ute Vogt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und der Vorsitzenden der Fraktion der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, sowie Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken, werden Stellung beziehen. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von der Journalistin Michaela Kolster vom Nachrichtensender Phoenix.

Am zweiten Tag werden EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf dem Deutschen Bauerntag mit der DBV-Mitgliederversammlung erwartet. Zudem findet die Ehrung der Sieger des diesjährigen Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend in den fünf grünen Berufen durch DBV-Präsident Rukwied und dem Bundesminister statt. Auch der Ausbildungsbetrieb des Jahres 2017 wird für besonders qualifizierte Ausbildung des landwirtschaftlichen Berufsnachwuchses geehrt.

Sachgerechter Pflanzenschutz braucht mehr als Parolen und Populismus

DBV-Pressemitteilung vom 23.05.17

DBV-Vizepräsident Vogel fordert Innovation und Forschung im Pflanzenschutz

(DBV) „Pauschale Feindbilder und platte Vergiftungsvorwürfe bringen die Diskussion um einen sachgerechten und nachhaltigen Pflanzenschutz nicht weiter“, betonte Wolfgang Vogel, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), am Rande der DBV-Ackerbautagung. Vogel wies die Kritiker darauf hin, dass gesunde Pflanzen nicht allein durch chemischen Pflanzenschutz erhalten werden, sondern durch eine intelligente Kombination von Pflanzenschutzmitteln, Anbauverfahren, Pflanzenzüchtung, Sortenwahl und der richtigen Bestandsführung. „Hierzu brauchen wir Innovation und Forschung und die Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel ebenso wie alternative Verfahren. Mit dem Aufwärmen von uralten, immer widerlegten Vorschlägen und dem Transportieren von Ressentiments werde aber keinem Ackerbauern geholfen“, kritisierte Vogel.

„Der häufig gemachte Vorschlag, auf Pflanzenschutzmittel eine Abgabe zu erheben, widerspricht den Erfahrungen aus anderen Ländern. Dort hatte eine Steuer oder Abgabe auf Pflanzenschutzmittel zwar zur deutlichen Verteuerung der Betriebsmittel und damit der Produktion von Lebensmitteln geführt, die angestrebte Lenkungswirkung und Mengenreduzierung blieb aber aus“, stellte Vogel klar. Wer eine Steuer oder Abgabe auf Pflanzenschutzmittel befürworte, mache den Denkfehler, dass Landwirte Pflanzenschutzmittel unbegründet oder wegen günstiger Preise einsetzen würden. Pflanzenschutzmittel würden aber nach dem Grundsatz „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“ zur Gesunderhaltung der Pflanzen sowie zur Sicherung von Ernten und deren Qualität eingesetzt. Deshalb würde sich eine Verringerung der Wirkstoffe aufgrund staatlicher Lenkung auch kontraproduktiv auf die Umwelt auswirken: Erhöhter Mengenverbrauch an verbleibenden Pflanzenschutzmitteln mit stärkerer Bildung von Resistenzen wären die Folge, stellte Vogel fest.

In der politischen und öffentlichen Diskussion über den Pflanzenschutz werde immer ausgeblendet, dass der Landwirt sachkundig sein muss, wenn er Pflanzenschutzmittel unter bestimmten Anwendungsbestimmungen anwendet, die zuvor von staatlichen Behörden nach einem strengen, langjährigen Prüfungsverfahren auf wissenschaftlicher Grundlage zugelassen wurden. Auch die Landwirtschaft steht zu einem strengen Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln auf wissenschaftlicher Basis zum Schutz von Umwelt, Verbrauchern und Anwendern. Es sei unverantwortliche Angstmacherei, wenn dies verleugnet werde und vom „Vergiften der Gesundheit der Verbraucher und der Lebensgrundlage“ durch den chemischen Pflanzenschutz gesprochen werde. Richtig sei vielmehr, dass die staatlichen Kontrollen den Lebensmitteln aus heimischer Herkunft eine hervorragende Qualität attestierten. Es sei zudem eine unehrliche Diskussion, den Einsatz von „chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln“ zu verdammen, gleichzeitig aber den Einsatz von Schwermetallen als Pflanzenschutzmittel zu befürworten.

Vogel betonte zudem, dass die vielfältigen Aktivitäten der Bauern, einen positiven Beitrag zur Biodiversität wie über das Greening der europäischen Agrarpolitik zu leisten, nicht ignoriert werden dürften. Über freiwillige Agrarumweltprogramme, Vertragsnaturschutz und darüber hinaus gehende Initiativen unter anderem über Blüh- und Pufferstreifen, Brachen, Zwischenfrüchte, Lerchenfenster und Nisthilfen werde die Biodiversität in Agrarlandschaften verbessert“, betonte Vogel.

„Der Ackerbau muss sich weiterentwickeln“

DBV-Pressemitteilung vom 23.05.17
Vogel

DBV-Vizepräsident Vogel eröffnete die 5. Ackerbautagung des DBV

(DBV) „Wir müssen auch im Ackerbau verändern und weiterentwickeln, um leistungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Die erklärte der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Wolfgang Vogel, auf der 5. Ackerbautagung des DBV. Vogel sprach die neue Düngeverordnung an, die den Pflanzenbau verändere sowie die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, neue Züchtungsmethoden und den Schutz des geistigen Eigentums.

Die neuen Züchtungsmethoden ermöglichten mit hoher Präzision „kleine Bausteine im Erbgut“ gezielt zu verändern ohne dabei Fremdgene einzusetzen. Dies sei keine Gentechnik, die auf deutschen Feldern nicht genutzt werde, sondern eine Möglichkeit, neue Sorten den Anforderungen entsprechend zielorientiert und zeitlich überschaubar zu züchten. „Wir sollten die Chancen erkennen, dabei nicht das Risiko verneinen und in der Bewertung ideologiefrei bleiben“, riet Vogel.

Im Hinblick auf das Problem der nicht fristgerechten Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel forderte Vogel die Einrichtung einer Bewertungs- und Zulassungsbehörde in Deutschland, die ergebnisorientiert fachlich und nicht politisch arbeite. „Die Entwicklung und Zulassung neuer Wirkstoffe wird über die Zukunft des Ackerbaus in unserem Land entscheiden. Wir brauchen neue Wirkstoffe, um Wirksamkeit zu erhalten und Resistenzen zu verhindern“, appellierte Vogel. An die Ackerbauern gewandt, betonte er, dass es im Umgang mit dem chemischen Pflanzenschutz nicht automatisch ein „weiter so“ geben könne. Vielmehr sei zur Gesunderhaltung der Pflanzen ein Bündel an ackerbaulichen Maßnahmen zu ergreifen, angefangen bei Fruchtfolgen und Bodenbearbeitung.