Bauernverband Hamburg unterstützt Brandbrief der deutschen Obstbauern

Heimischer Obstbau braucht jetzt verlässliche politische Perspektiven

Der Bauernverband Hamburg hat den gemeinsamen Brandbrief der Bundesfachgruppe Obstbau mitunterzeichnet und setzt damit ein deutliches Zeichen für den Erhalt des heimischen Erwerbsobstbaus. Gemeinsam mit den Obsbauverbänden aus den Anbaugebieten Deutschlands appelliert der Verband an die politischen Entscheidungsträger, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Obstbaubetriebe nachhaltig zu sichern. 

gerade für Hamburg besitzt der Obstbau eine besondere Bedeutung. Das Alte Land ist das größte zusammenhängende Obstbaugebiet Nordeuropas und prägt die Landwirtschaft der Metropolregion in besonderem Maße. Die Obstbaubetriebe stehen jedoch unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.

  • steigende Lohnkosten
  • steigende Energiekosten
  • steigende Betriebsmittelkosten
  • wachsender bürokratische Anforderungen
  • zunehmender Wettbewerbsdruck durch Importe

Unsere Obstbaubetriebe stehen für regionale Lebensmittel, kurze Transportwege und höchste Qualitätsstandards. Wenn wir wollen, dass auch künftig Äpfel, Kirschen und Beeren aus dem Alten Land stammen, müssen die politischen Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden. Andernfalls droht ein schleichender Verlust einer ganzen Kulturlandschft und zahlreichen Familiengeführten Betrieben.

GF Sybille Meyer

Der Brandbrief fordert unter anderem faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas mit Rahmenbedingungen für Saisonarbeitskräfte die wirtschaftlich tragfähig sind.

Der Bauernverband Hamburg unterstützt diese Forderungen ausdrücklich und fordert Bund und Länder auf, die Anliegen der Obstbaubetriebe zeitnah aufzugreifen. Der Erhalt des Erwerbsobstbaus ist nicht nur eine wirtschaftlicheFrage, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur regionalen Wertschöpfung, zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Versorgung der Verbarucher und Verbraucherinnen mit frischem Obst aus der Region.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:

Joerg Hilbers, Bundesfachgruppe Obstbau

Tel.:030 – 200065-23

DBV-Unternehmerinnen zum Frühstück mit dem Landwirtschaftsminister

Im Rahmen des Deutschen Bauerntages 2023 traf sich Cem Özdemir mit dem Fachausschuss Unter-
nehmerinnen. Ziel des Austausches war es, den Fachausschuss vorzustellen und sich über aktuelle
agrarpolitische Themen auszutauschen. Landwirtinnen und Betriebsleiterinnen berichteten, wie sich die aktuelle Politik auf ihren Betrieb auswirkt.
Besonders relevante Themen waren der Mindestlohn im Bereich der Sonderkulturen, die Auswirkungen auf die SUR beim Kartoffelanbau und die Schwierigkeiten beim Stallbau, insbesondere bei der Schweinehaltung.

Susanne Schulze-Bockeloh übergibt das „Deutschlandticket – Der Weg zu den Expertinnen“ an Cem Özdemir (FOTO: S.Meyer)

Als Geschenk wurde Herrn Özdemir ein „Deutschlandticket – Der Weg zu den Expertinnen“ überreicht, ein Buch, in dem sich die Unternehmerinnen aus dem Fachausschuss und ihre Betriebe mit Kontaktdaten vorstellen. Der Tenor aus dem Fachausschuss war „Wie können wir helfen die Agrarpolitik aktiv mitzugestalten, die Expertinnen haben wir hier vor Ort“

DBV-Fachausschuss Unternehmerinnen mit Cem Özdemir im Gespräch beim Bauerntag in Münster (FOTO: DBV-PRESSE)

Westfälische Nachrichten schreibt dazu:

Schulze Bockeloh wirbt für mehr Frauen in der Landwirtschaft (wn.de)